Wirtschaftskrise trifft vor allem Männer?

So schreibt es jedenfalls die Zeitung (beispielhaft hier nachzulesen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,662835,00.html )

Herausgefunden hat das jedenfalls eine kluge EU-Kommission. Die wissen es genau! Natürlich haben Frauen ganz andere Lebensmodelle, kann man daraus schließen. Sie finanzieren ihr Leben nicht mit Arbeit, stimmts? Ich habe jetzt zwar keine konkrete Idee, wie Frauen – und Kinder – das so hinkriegen, aber wenn sie nicht unter der Krise zu leiden haben?

Männer können da nur ganz neidisch gucken. Die Wirtschaftskrise trifft sie also viel härter. Was schreibt das Massenblatt zur Massenunterhaltung hochseriöse Informationsmedium dazu?

„In der Krise haben vor allem Männer ihre Jobs verloren.“

Muß man nun daraus schließen, daß Frauen ihre Jobs nicht verlieren? Das klingt ja sehr modern.

Oder bekommen die Frauen nun die gutbezahlten Jobs der Männer? Haben die Frauen also etwa krisensichere Jobs?

Des Rätsels Lösung sieht dann aber etwas weniger nett aus, und Frauen, allen voran alleinerziehende Mütter, sind wohl doch eher bei der Hartz-4-Behörde zu finden als in einem krisenfesten Job. Also, als Hilfeempfänger, nicht unbedingt als Sachbearbeiterinnen…

Es liegt vielmehr daran, „daß die Krise Männerdomänen wie die Bauwirtschaft und die Automobilindustrie besonders hart getroffen habe, schreibt die Kommission.“

Worüber die Kommission nichts schreibt, ist die schlichte Tatsache, daß man seine Arbeit nur verlieren kann, wenn man zuvor erst einmal eine hatte. Eine bezahlte Arbeit, so richtig mit Gehalt und Urlaubstagen.

Denn unbezahlte Arbeit gibt es genug, davon können Frauen – besonders Mütter – eine Menge erzählen. Arbeit ohne Gehalt, zum Ausgleich aber auch ohne Feierabend.

Na, DAS ist doch auch was wert!

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