Sexualstraftäter bleibt auf freiem Fuß – rechtsstaatlich abgesegnet

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/politik/728/500000/text/

Ein aus der Haft entlassener, einst verurteilter Sexualstraftäter, darf nicht in rückwirkende Sicherheitsverwahrung genommen werden. Das deutsche Rechtssystem hat zwar vor einigen Jahren die Sicherheitsverwahrung eingeführt, um künftigen möglichen Opfern einen größtmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Das bedeutet, ein erklärtermaßen gefährlicher Krimineller, der mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere entsprechende Täten begehen würde, muß in Verwahrung bleiben, um ihn daran zu hindern, weitere Menschen zum Opfer zu machen.

In diesem Fall geht das nicht, obwohl die Beteiligten sich einig sind, daß der Entlassene gefährlich ist. Er selbst hat daran wohl auch keine größeren Zweifel aufkommen lassen.

Die deutsche Justiz gibt nämlich eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung nicht her. Das bedeutet für jedes weitere Opfer nichts anderes als: „Pech gehabt, die Justiz hat kräftig gepennt…“

Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt. Nicht nur im Hinblick auf künftige Opfer eines bekannten Sexualstraftäters.

Auch in der Frage, wie das mit den deutschen Gesetzen so weitergeht…

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5 Antworten to “Sexualstraftäter bleibt auf freiem Fuß – rechtsstaatlich abgesegnet”

  1. rote Gräfin Says:

    Deswegen bleibt der größte Schutz, den wir aufbauen können, die Liebe zu sich selbst und zum Nächsten.

  2. yerainbow Says:

    Lieder ist das nicht ausreichend. Um die Kinder vor dem Eventfall zu schützen, müßte man sie vollständig überwachen bzw. einsperren.

    Da Perfektion unmöglich ist, genügt das im Grunde auch nicht. Ein Risiko bleibt immer. Und wenn es „nur“ für das Kind der Familie des Bruders jenes Mannes ist…

    Auch dieses Kind ist schuldlos.

  3. yerainbow Says:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,675402,00.html

  4. wahoonie Says:

    es mag uns nicht wirklich einsichtig erscheinen, aber dafür leben wir eben in einem rechtsstaat und nicht in einem willkürstaat, dafür ist in unser rechtssystem auf resozialisierung angelegt und nicht auf rache.

  5. yerainbow Says:

    von Rache kann keine Rede sein.
    Opferschutz ist das passende Wort.

    Das ist eine neue Errngenschaft, vor 30 Jahren gabs sowas noch gar nicht. Da herrschte noch der Spruch vor, „selbst schuld“.

    Insofern verstehe ich auch, daß die Mühlen der Rechtsbehörden und des Gesetzgebers langsam mahlen…

    Ich verstehe aber auch alle Eltern, die an der Stelle schier ihren Verstand verlieren.
    Und ich kann sogar verstehen, wenn Eltern dann – nach dem Verlust ihres Kindes – losziehen würden, und den Täter unschädlich machen.
    Rache?

    Wie vielen soll es noch passieren? Rache ist ganz was anderes.
    Rache wäre, einem solchen Menschen beide Hände zu amputieren und ihn dann in der Einöde auszusetzen.

    Opferschutz ist was anderes, und Sicherheitsverwahrung soll dem Opferschutz dienen.
    So will es auch der Gesetzgeber.

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