Archive for the ‘allgemein’ Category

Herrin hilf!

Februar 19, 2021

– Eine Polemik, viel scharf, kein Knoblauch –

Gastbeitrag

„Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“ Und nicht umgekehrt (Solipsisten können an der Stelle aufhören zu lesen).

Gesellschaftliche Veränderungen verändern auch die Sprache. Aber nicht umgekehrt. Da wird z.B. die Todesstrafe abgeschafft und – schwupps! – ist der Begriff des Halbmeisters obsolete und verschwindet aus dem aktiven Wortschatz. Aber falls wir beschließen würden, den Begriff des Pferdes nicht mehr zu verwenden, würde es trotzdem nicht aussterben. Zum Glück!

Also, warum sollte durch die Verwendung der Gendersternchen, – bienchen und -pfiffikusse gesellschaftliche Ungerechtigkeiten aufhören zu existieren? Man kann sie damit markieren, aber nicht beseitigen.
Natürlich gewachsene Sprache ist elegant und zwanglos. Wollen wir, dass in jedem Text gesellschaftliche Ungerechtigkeiten markiert werden?

Wollen wir wirklich wissen, ob in der Lasagne nun Hengst oder Stute verarbeitet wurde? Oder reicht Pferd in der Zutatenliste? Ist es notwendig zu wissen, ob ich das Brot beim Bäcker oder der Bäckerin kaufte? Hautsache, ich wurde freundlich bedient und musste nicht zu lange warten, und das Brot war gut und preiswert.

Berufsbezeichnungen sind ja sowieso äußerst beliebt in der Genderdebatte. Dabei sollte es doch darauf ankommen, ob die Person der jeweiligen Profession kompetent und professionell agiert. Ob Bäcker oder Bäckerin ist doch nur interessant, wenn ich außer dem Wunsch nach Brot noch Paarungsabsichten hege.

Wir müssen die Gesellschaft dahingehend ändern, dass für die Berufsausübung das Geschlecht irrelevant ist. Dann wird auch die Sprache folgen. Aber indem wir die Sprache verbiegen, aufblähen und verstümmeln, können wir höchstens das Problem benennen, aber nicht ändern. Und die Texte und Textinnen werden unnötig lang, überfrachtet und fast unlesbar.

„Besorgte Bürger“ näher gesehen

April 26, 2020

Gastbeitrag von @lawen4cer

Ich habe jetzt mal eine Weile mit ein paar „besorgten Bürgern“ und Mitgliedern der AfD diskutiert und dabei folgende Erfahrungen gemacht: (Kurzer Thread)

Diese Leute finden es normal einen Diskussionspartner bei jeder Antwort erst einmal zu beleidigen und zu unterstellen er habe vom Thema keine Ahnung und sei ohnehin ein Idiot. Das Konzept unterschiedlicher Meinungen als Basis einer Diskussion ist völlig unbekannt.

Es fehlt oft an jeglicher Sachkenntnis wie zum Beispiel Wirtschaft oder Staaten oder Energieversorgung funktionieren oder politische Entscheidungen gefällt werden. Stattdessen regiert naivster Kinderglaube.

Obwohl sie in einem reichen Land mit geringer Kriminalität leben wähnen sie sich in einem Krisengebiet kurz vor dem Bürgerkrieg mit ständig steigenden Opferzahlen von Ausländerkriminalität und einer Wirtschaft die wegen dem Klimaschutz jeden Moment zusammenbricht

Gleichzeitig sind Klimaschützer aus ihrer Sicht „hysterisch“

Komplexeren Argumentationen können sie nicht folgen, Vergleiche verstehen sie nicht. Geschichtswissen ist praktisch nicht vorhanden

Die gesamte Sichtweise der Welt ist von der Suche nach persönlichem Vorteil geprägt, deswegen wird jedem Gegenüber automatisch unterstellt und vorgeworfen er handele nach dem selben Prinzip

Gegenüber anderen (Schwächeren) begrüßen sie ein gesellschaftliches System das nach dem Recht des Stärkeren funktioniert, beklagen aber gleichzeitig selber im System zu kurz gekommen zu sein und von bösen Mächten um ihr verdientes Gut gebracht zu werden

Gelangt man in einer Diskussion an mal einen Punkt den sie nicht widerlegen können, verlassen sie unter Beleidigungen und der Behauptung man sie halt offenbar aus Dummheit und Böswilligkeit nicht verstehen den Platz

Ohnehin sind vertiefte Diskussionen selten möglich weil diese Leute eigentlich nur ihre Buzzwords abspulen wollen und dann nicht mehr weiter wissen.

Beim Thema Steuern ist man einerseits offenbar sehr stolz darauf welche zu zahlen, weswegen das gerne in der Bio steht, neben der Information man sei deutsch. Gleichzeitig werden Steuern als Raub selbstsüchtiger Politiker verstanden.

Dieselbe Widersprüchlichkeit beim Thema Wirtschaft. Einerseits will man lieber im Klimawandel ersaufen als „die deutsche Wirtschaft schädigen“ gleichzeitig vermutet man dass alle Politiker und Aktivisten ohnehin nur gekaufte Marionetten einflussreicher Lobbyisten seien.

Zum Thema Buzzwords: Diese Leute erwarten oft zwingend einen bestimmten Gesprächsverlauf. Kommt es zu Abweichungen sind sie irritiert und wollen sie ihn selber erzwingen („Sie werfen mir jetzt bestimmt gleich wieder vor dass ich ein Nazi bin!!!“)

Für politische Gegner wird ohne nähere Begründung ein negativer Narrativ geschaffen (Klimaschützer sind Hysteriker, Grüne und Linke sind „versifft“) und dann konsequent verwendet.

Es sind oft grobschlächtige Menschen mit einem Hang zur Grausamkeit gegen andere und Wehleidigkeit für sich selber. Sie finden die Idee eines wölfischen Systems theoretisch super, ahnen aber irgendwie auch dass sie in so einem System selber nicht die Stärksten und Cleversten sind

Das Dilemma lösen sie auf zwei Arten. Sie fordern Härte gegen noch Schwächere und Sonderrechte für sich selber.

Die Komplexität der Welt überfordert diese Leute. Sie denken in monokausalen Zusammenhängen mit kurzem Planungshorizont.

Sie sind unfähig die Sichtweisen und Ziele anderer Menschen nachzuvollziehen. Das führt dazu, dass sie ihre „Gegner“ nur als Abziehbilder wahrnehmen können. Die heilige Greta, Klimahysteriker als Sekte, Messermänner die uns alle umbringen und „unsere Frauen“ vergewaltigen wollen.

Klimaschutz wird durchweg abgelehnt, aber mit verschiedenen Positionen:

  • Klimawandel ist normal
  • Klimawandel gibt es nicht
  • andere („China“) sollen was dagegen machen
  • Klimawandel ist nicht ausreichend erforscht, daher abwarten
  • Wirtschaft geht Klimaschutz vor

Interessant auch, dass die Erzeugung von erneuerbaren Energien für diese Leute offenbar nicht zur wichtigen Wirtschaft zählt, obwohl alle großen Energieversorger dort inzwischen aktiv sind und dort Geld verdient und Arbeitsplätze geschaffen werden.

Es fehlt oft auch am Wissen was eigentlich Ironie genau bedeutet. Deswegen wird fremde Ironie nicht erkannt und die vermeintliche eigene Ironie extra groß angekündigt („Achtung Ironie“). Die Bezeichnung Ironie wird dabei oft nur als Freizeichnung für Beleidigungen genutzt.

Das Gleiche gilt für Satire

Faktenbasierte Diskussionen – wenn man soweit überhaupt kommt – scheitern dann oft daran, dass man schon keine gemeinsame Ausgangsbasis findet. Jede Faktendiskussion lebt ja vom gemeinsamen Vertrauen in Quellen, aus denen man dann seine Schlussfolgerungen zieht.

Obwohl man „Linke“ ablehnt, werden sie ständig ungefragt als Begründung herangezogen, warum man bestimmtes Verhalten angeblich hinnehmen müsse („Die Linken sind aber GENAU SO schlimm/ NOCH schlimmer“) oder als Selbstrechtfertigung: („Ich bin das Ergebnis linker Debattenkultur!“)

Originalquelle: https://twitter.com/lawen4cer/status/1183645246003056640

Leibeigenschaft, modern definiert

Januar 14, 2020

zutreffend formuliert von Wolfgang Schäuble

ganzen Artikel lesen

was ist eine Regierung?

November 7, 2019

jedenfalls kein Herrscherhaus, Fürstentum oä

Politiker sind unsere bezahlten Angestellten, die unser Gemeingut verwalten sollen. Unsere Steuern dienen nicht dem persönlichen Luxus des Landesfürsten, sondern uns: Schulen, Straßen, all das – unsere komplette Infrastruktur.

Nun kann ein Gutsverwalter besser oder schlechter wirtschaften. Er kann in die eigene Tasche wirtschaften, heimlich hinter dem Rücken der Inhaber (das sind wir) Besitz verschleudern…

Wer eigentlich kontrolliert unsere VON UNS bezahlten Gutsverwalter?

at least not a ruling royal house, principality or the like.
Politicians are our paid employees who are supposed to manage our common property.
Our taxes do not serve the personal luxury of the sovereign, but us: schools, roads, all that – our complete infrastructure.
Now, an estate manager can manage better or worse. He can manage into his own pocket, secretly squander property behind the back of the owners (that is us)… Who actually controls our land managers paid by us?

über Freiheit und ihren Verlust

Januar 3, 2019

Gastbeitrag von Hartmut Noack

Zitat: „die „Ausgrenzung“ und Zwang zu einer Konformität. “ … hat 200 Jahre lang zu dem geführt, was wir heute als liberaldemokratische offene Gesellschaft bezeichnen.

200 Jahre lang haben Aufklärer nach und nach geschafft, die Stimmen zu entmachten, die vorher auf Basis einer ererbten Autorität willkürliche Regeln für alle aufstellten.

Wir leben heute in einer Welt, in der das Ideal gepflegt wird, dass politische Diskussion freier Bürgerinnen und Bürger nur einer Autorität unterworfen ist: der normativen Kraft des Faktischen.

George Orwell hat es so gesagt: „Freiheit ist das Recht, sagen zu dürfen, dass 1 plus 1 gleich 2 ist.“

Auch, wenn eine Autorität behauptet, es sei 3, auch, wenn die Mehrheit der Bevölkerung sagt, es sei 1 und er hat nicht gesagt, dass man auch das Recht haben soll, zu sagen, dass 1 plus 1 gleich 4 ist.

Der Umkehrschluss ist offensichtlich: wenn die normative Kraft des Faktischen verachtet wird, gibt es keine Freiheit. Dann gibt es nur Gewalt und Unterdrückung. Denn ein Ergebnis der Frage nach 1 plus 1 muss sich durchsetzen, um konkret in der wirklichen Welt handeln zu können. In einem Nihilismus, in dem es egal ist, ob es 1, 2 , 3 oder 17 ist, gibt es kein gemeinsames Handeln und der wichtigste Evolutionsvorteil der Menschheit, die Zusammenarbeit, verschwindet.

Das ist noch nie geschehen und wird auch nicht geschehen, denn eine Kultur, die die Fähigkeit zur Zusammenarbeit verliert, wird so schnell so geschwächt, dass sie autoritärer Herrschaft zur Beute wird, bevor sie die ersten 3 sinnlosen Varianten des Ergebnisses von 1 plus 1 durchbuchstabiert hat.

Genau das war schon immer der erste Schritt zu totaler Herrschaft. Sulla hat die römische Republik kassiert, weil diese sich nicht mehr auf den Respekt für Fakten einigen konnte, Lenin hat Russland kassiert, weil dieses gerade 15 Jahre lang die Wirklichkeit ignoriert hatte, Hitler hat die Weimarer Republik abgeräumt, weil diese sich als unfähig erwies, sich auf eine vernünftige Wirtschafts und Sozialpolitik zu einigen.

Und alle 3: Sulla, Lenin und Hitler (und auch Mao, Pol Pot, Pinochet, DAESH etc etc) haben eins gemeinsam: eine Meinung. Eine Meinung, die nicht auf das faktische Rücksicht nimmt, sondern aus Vorstellungen künstlich konstruiert ist, die nicht von des Gedankens Blässe angekränkelt sind.

Wer mitreden will, muss konform diskutieren. Konform zu den Fakten. Man kann darüber streiten, was genau die Fakten sind. Aber sobald diese Frage wissenschaftlich geklärt ist, gilt der Stand der Erkenntnis und wer diesen ignoriert, kann nicht mitreden.

und diese schlimme DDR… gewesene…

November 15, 2018

(Gastbeitrag von Herby Kugel)

Siehst du? Und genau das ist euer Fehler.

Weder ich noch irgendjemand, den ich kenne, trauert irgend einem Staat hinterher. Und schon gar nicht der DDR, wie sie war.

Die meisten aber kotzt es an, wenn solche Schlauköpfe aus dem Westen, und was noch schlimmer, ist die aus dem Osten, uns soetwas, mangels fundierter Argumente, unterstellen.

Was uns anödet und nervt ist, die pauschale Verurteilung, Verleumdung und unterwürfige Falschdarstellung, unseres Lebens und Schaffens in der DDR. Ist der dümmliche Hass, der jedem entgegen schlägt, der nicht mit den Wölfen heult und sein früheres Leben weisungsgemäß verleugnet und schlecht macht.

Jeder, der ein wenig Grips im Kopf hat, weiß, dass es leider noch kein Gesellschaftssystem gibt oder gab, das dem Ideal der Gerechtigkeit und Solidarität entspricht, das jedem Menschen zusteht.

Der DDR wird immer übel genommen, dass ihre Bürger es gewagt haben, endlich mal aus dem bornierten, nationalistischen , kapitalistischen System Deutschlands und der Welt auszubrechen und den Konzernen, Junkern und Banken, allen Widrigkeiten zum Trotz, 40 Jahre lang, im wahrsten Sinne des Wortes, die Grenzen aufgezeigt haben.

Sie haben, bei allen Fehlern, die zwangsläufig dabei gemacht wurden, ein gefährliches Beispiel gegeben, dass es auch ohne diese Ausbeuter gehen kann.

Das war ein legitimer, leider misslungener, erster Versuch. mit Sicherheit aber nicht der letzte.

Vergessen wird dabei allerdings absichtlich immer, dass die BRD, nichts als die andere, vielleicht glücklichere Seite der selben Medaille war und ist.

Also verschone mich mit deinem Gejammere über die böse DDR.

Toleranz gegenüber Intoleranten…

September 26, 2018

ist keine gute Idee.

Allerdings entwickeln die derzeit aktiven Intoleranten, die es so dringend nach der Macht hinzieht, ihre gezielten Methoden.

Man will mundtot machen, indem man beispielsweise seine Anhänger schult, „wie man mit linksversifften Zecken und ihren Sympathisanten umzugehen hat“.

So rufen diese Anhänger vermehrt sofort nach der Justiz, wenn jemand sie nur ansieht und deutlich durchblicken läßt, daß er anderer Meinung ist.

Wie sollte man damit also umgehen, wenn solche Leute gleich wegen Beleidigung anzeigen wollen?

Man nennt sie bei ihrem RICHTIGEN Namen. Nicht Nazi. Nicht Faschist. das wissen wir ja auch wirklich nicht mit absoluter Sicherheit, denn in ihren Kopf gucken kann ja keiner.

Besser so: „HASI. Geht’s dir vielleicht nicht gut? Ist irgendwas mit dir?“

Denn daß es diesen Menschen irgendwie nicht gut geht, ist ja doch zu sehen. Immer dieser Haß, immer dieser Zorn. So unleidliche Teenager sind schon belastend genug, und diese Menschen kultivieren das auch noch weiter.

Natürlich kann es ihnen nicht gut gehen. Man liegt mit der Frage also immer richtig, und was noch wichtiger ist: es ist keinesfalls beleidigend. Auch wenn es diesen Hasis dann vielleicht so auch wieder nicht gefällt.

Doch man konnte sein Statement anbringen, vielleicht sogar noch lächeln, und man kann so nicht einfach so mundtot gemacht werden.

Sollte ein echter Schläger daraufhin aber trotzdem losschlagen, ist er halt genau das: ein Schläger. Und gut geht es ihm damit auch noch immer nicht…

zum Weiterlesen… http://www.nordbayern.de/region/treuchtlingen/nazi-genannt-afd-mann-greift-treuchtlingerin-an-1.8102596

Mich kriegt keiner tot !

Oktober 15, 2015

Gastbeitrag von Rue de Guerre (Art & Photographie)

Hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht, den ich gerne teilen wollen würde.
Zum einen, um die Vorgehensweise unserer Ämter mal ein wenig zu verdeutlichen, und zum anderen, weil ich denke, dass es wichtig ist, um grad immer vermehrt entstehende Vorurteile bezüglich neuer Zuwanderer aus dem Weg zu räumen.
Ich bin seit 1998 chronisch krank, vermutlich sogar schon weitaus länger, jedoch seit genanntem Jahr ärztlich bestätigt.
Diese führte zu einer Untersuchung durch einen sogenannten Amtsarzt des damaligen Arbeitsamtes, – heute Jobcenter.
Eigenartig, wie das so gewechselt hat, wenn man an Ferienjobs und so denkt, die in meiner Kindheit dazu dienten, Taschengeld aufzubessern, und ein Arbeitsverhältnis damals noch ausreichte, um eine Familie zu ernähren, während man heutzutage bis zu 4 Jobs braucht, um am Ende eventuell sogar noch aufzustocken.
Nun gut, zurück zum Thema.
Nach dem amtsärztlichen Gutachten hat man mich mit 80% Schwerbehinderung eingestuft, die 100% würde ich sicherlich auch bekommen.
Man hat es mir damals folgendermaßen verkauft:
„Sieh zu, dass du in die Grundsicherung rutschst, das nimmt dir eine Menge Stress ab, du bist aus den Forderungen der gemeinützigen Arbeitsangebote raus und nicht mehr von Sanktionen betroffen.“
Damals dachte ich, dass es eine elegante Lösung sei, war mir jedoch nicht bewusst, wie weit ich mich damit selber in ein weiteres Gesellschaftsgefängnis begebe.
Trotz dieser Arbeitsunfähigkeit besuchte ich am Amt vorbei eine Privatschule für Fotgrafie und schloss diese mit besonderem Erfolg ab.
Mir war ja jegliche Art der Beschäftigung untersagt worden.
Das erste Jahr war ich ein wenig eingeschränkt, da ich eine Chemotherapie gemacht habe, die dazu führte, dass ich alle zwei Tage zwangsernährt werden musste.
12 Kilo Gewichtsverlust in nur 6 Wochen !
Hier ein ganz großer Dank an die Pharmaindustire: „Kill your victims!“
Einige Zeit später stellte ich fest, dass ich aus dem Ganzen raus wollte und mich weiterbilden wollte.
Die Idee des Grafikdesigners machte sich immer breiter, und ich beschloss, mit dieser Idee beim Grundsicherungsamt vorstellig zu werden und darum zu bitten, mich wieder dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen.
Das, was dann passierte, ist mir bis heute noch unverständlich, zeigte mir jedoch das Interesse unserer Ämter, Menschen wieder in das Berufsleben zu integrieren.
Bei dem Gespräch mit meiner damaligen Sachbearbeiterin, auch hier ein sehr schöner Begriff, da hier ganz deutlich der Mensch zur Sache wird, wurde mir nahegelegt, meine Idee schnellstmöglich wieder zu verwerfen, da diese dem Amt und auch mir nur mehr Stress bringen würde.
So ließ man mich am Ende stehen.
Also habe ich versucht, mich eigenständig aus dieser Situation zu befreien, und gab einen einjährigen ehrenamtlichen Fotografiekurs für „Sonderbegabte“ – so nennt man heute wohl Menschen mit einer sogenannten Behinderung, der unter anderem auch das Bearbeiten von Bildern am Computer beinhaltete.
Einer der großartigsten Begegnungen, die ich bislang hatte.
Ein weiteres Projekt, was ich gemacht habe, war eine Arbeit zum Thema HiV & AIDS, welches 50 Portraits von Betroffenen beinhaltete.  Diese wurden in der Berliner Aidshilfe ausgestellt.
Es folgte eine Zeit, in der ich mich dann der Landschaft widmete und diese begann zu fotografieren, was mir zu Beginn meiner Ausbildung nie in den Kopf gekommen wäre.
Einige Jahre später, im Jahr 2014, hörte ich von einer sogenannten Friedensbewegung und aufkommenden Demonstrationen.
Die erste war am Tage meines Geburtstages und ich dachte, dass das ein Zeichen sein muss.
Also begab ich mich in der zweiten Woche zum Brandenburger Tor, um mir ein Bild zu machen.  Alles schien genau meine Welt zu sein.
Freie Menschen, gute Ansätze und endlich eine Demonstration, die sich für etwas eingesetzt hat, anstatt gegen etwas. 20 Jahre war ich nicht mehr demonstrieren, damals als Hausbesetzer und auf vielen linken Demos, deren Tenor häufig Gewalt war.
Das war nie meine Lösung, aber ich befand mich in diesen Kreisen und hab mich leiten lassen.
Kurze Zeit später, nachdem ich dann 2014 einige Wochen immer wieder zu den Friedensveranstaltungen ging, begann auch hier etwas, was ich bis heute nicht verstehe.
Es kam zu Intrigen, das Ganze schien unterwandert zu werden, und wir haben begonnen, uns mit einer kleinen Gruppe zu dezentralisieren, um mit den eigentlichen Zielen weiterzumachen.
Diese beinhalteten unter anderem, jedem Menschen ein Ohr zu geben, ob rechts, links, Marsianer oder Venusbürger.
Ruckzuck wurden wir als rechte Splittergruppe abgetan und man hat gegen uns gearbeitet.
Berlin, du bist so sonderbar… Mein Weg war klar – ich wollte Weltfrieden.
Somit ging ich monatelang oftmals 5 Tage in der Woche auf die Straße, um Informationen auszutauschen.  Manch einer mag nun denken: „Was für eine elende Hippiescheisse !“
Nein, ist es nicht…
Es ist eine Frage des Bewusstseins, nur haben wir meiner Meinung nach verlernt, was Menschlichkeit ist.
Diese wurde durch Status und Leistung ersetzt. „Haste was, biste was !“
Jeder kennt diesen Satz und viele folgen dieser Losung.
So auch ich !
Ich behalte mein Herz, welches ich immer gerne mit anderen Menschen teile. Ein großartiges Geschenk, da es streicheln und auch schlagen kann. Liebe kennt weder Grenzen, noch Geschlechter und ist unendlich.
Es ist das Ego, welches daran klammert, und Liebende oftmals in schwierige Situationen bringt, da man sie ja so ungern teilt.  Typischer Fall von Verlustangst.
Nun gut, ich möchte hier auch langsam zum Schluss kommen, da ich die Möglichkeit der mittlerweile auf 160 Zeichen begrenzte Textinhalte bei Weitem überschritten habe und mein Leben auch eher unwichtig ist, da ich nur ein ganz kleiner Bestandteil des Ganzen bin.
Der nächste Schritt wird ein Wechsel sein und ich werde es tunlichst unterlassen in Zukunft meine „Schwerbehinderung“ zu erwähnen, da ich ganz genau dann schwer behindert werde einfach ich zu sein.

Danke fürs Lesen und bitte besucht auch meine Homepage http://www.rue-de-guerre.de/

Kleine Abrechnung mit Realitäten

Juli 18, 2011
(Gastbeitrag von Ingrid Barth)
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Alter Hut und ne Binse, daß Politik mit spin doctors der Presse gemacht und verkauft wird-die BLÖD jagte willig „Florida-Rolf“-den Sozialschmarotzer (angeblich) der teutonischen Nation deutscher williger Billiger-Arbeiter wie Wild im Wald, als Sündenbock der Nation-um zu vertuschen, daß man nach China rannte und hier Millionen auf der Strasse entliess-hetzte ihn fast zu Tode-Schröder grunzte zufrieden , traf sich mit Bambi Blair (der „neuen Mitte“)-Clement drehte auch ab und röhrte als Supermann, Minijobs und Prekärmaloche sei die neue Zukunft-die neue „Freiheit“ wurde champagnerhaft bejubelt-Konservativ betonierte es ein wie ihre Dauerwellen, vorher wurde es-WEM allein zuliebe-gnadenlos mit dem Betrüger Hartz abgehartzt, was das Zeug hielt und im Osten jagte man Asylanten wie… als wären die wilden rasenden Eber unterwegs…. Farm der Tiere von Orwell-nur die Menschen wurden vergessen bereits. Wir sind ja auch keine Tiere. Aber immerhin so tierlieb, ganz Nürnberg wird-wo Europas grösste Betonbehörde der schieren Unterversorgungsverwaltung​ rumsteht wie bald ein Mahnmal der Unmenschlichkeit-ne neue Steele wie in Berlin-bereits von Hunden zugeschissen. Die hat man noch lieb,auch auf TV-wie man sich dort ebenso zu Tode kocht. Ich hoffe, auch Frau Tante Kraft schickt die Deutschen-meist gut ausgebildeten-Arbeitssuche​ nden nicht noch Hundekot aufsammeln. Dann beantrage ich Asyl in Dänemark-und für n Euro die Stunde kriegen die mich auch nie-die Urlaubsgeniesser ureigener Exklusivgunsten der Hardcoreegoistenarmee mit bereits Rasierklingen an den dicken Ellbogen .Sie werden weiter armutserpressen, uns auszusaugen wie Nutztiere. Aufpassen, daß wir ja nichts verdienen im Land der Audi-Benz-Fahrer-immerhin ist man so frei, auf verstopften Autobahnen mit Porsches imaginäre 250 km/h die Stunde durch abgehartzte Landschaften des Ruhrgebierts zu düsen. Man merkelt weiter so rum-die Opposition lügt auch im Theater–aber MERKT wohl eh nichts mehr. Erstarrte Republik-aber immer mehr Millionäre schafften sie ja,immerhin. Unser Europa? Ach was-die sind abgehoben und grössenwahnsinnig längst.Hunderttausende sehr gut Ausgebildete flüchten bereits. Es werden mehr. Probleme bleiben weiter ungelöst im Billigpopulismus der „ich will gewählt bleiben“-Hansis. Es gibt ja dort auch sichere Versorgungsbezüge mit garantiert steigenden Diäten. Lach oder wein oder schrei…je nach Temperament. Neidisch bin ich nicht, sie müssen eh einen hohen Preis zahlen persönlich. Nur schneller Geldvorteil zählt-egal, um welchen Preis-dafür nimmt man immer mehr Arme in Kauf-unterversorgt-belügt auch noch die UNO dreist-nur , Männerbünde…Bildung, Arbeit entwertet-und gefakte Doktorarbeiten. Später weinen sie wieder, sie waren es alle nicht und schieben sich gegenseitig im bundestag die Schuld zu wie im Theater in Duisburg-man trauert wohl nie in Germany. Ich weiss-woran arbeiten die so heftig? BLÖD und Schein regiert-die Arbeitslosenstatistik ist gefälscht-wen kümmert es wirklich?
Bei gleichzeitigem Geweine und Geklage über den auch Altenpflegenotstand(auch von der UNO heftig kritisiert)-man hofft, nicht noch im Rollstuhl im „-Minuten-Takt wie ein Golf in Wolfsburg am Band gepflegt zu werden und erschiesst sich dann wohl lieber vorher, bevor der alte Mensch noch im Betrieb blaue Flecken im Heim abkriegt. Hauptsache, dick Cash für wenige effektiv rausdampfe, bis der garantierte Burn-Out naht, die Depression. Im Heim kriegt man statt Pflege auch bereits Pillen…. aber es muss ne neue Mentalität her. Strukturwandel in der Betonrepublik-auch statt alte -ismen. Das ist Luft pur. In irgendeiner Presse will irgendein Wahnsinniger mit Eisenstangen in Unterschichtswohnungen einbrechen, die Flatbildschirme zu zerstören-weil er nur auf Laptop TV glotzt-und merkt sowenig wie die, die Mittelklassewagen abfackeln-hier ist was los…röhr! Die Platzhirsche der Presse der Nation der Dichter und Drnker-mit Grosshirnverlusten-das Stammhirn reicht bereits in manchen Blättern. Trörö. Traurig, traurig-auch ne Steilvorlage für Karikaturen und Satire–wäre das noch lustig. Wo laufen sie denn? Abgehoben.

Früh übt sich…. Mobbing 1

November 10, 2010

Mobbing gibt es überall. Es gehört so zum normalen Erscheinungsbild, daß es oft kein bißchen auffällt. Es wird für normales Sozialverhalten gehalten – und natürlich schwingt da schon die Frage mit, „Was ist überhaupt normal?“.

Um diese Frage geht es hier nicht. Mobbing ist eine ernste Angelegenheit, und früh übt sich, was „normales“ Verhalten sein soll.

Beispielhaft soll dieser Artikel sich mit den Verhaltensweisen und den Möglichkeiten, damit umzugehen, auseinandersetzen: http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/psychoterror/mobbing-rollenspiele-staerken-taeter_aid_569957.html

Wer diesen Artikel liest, findet gute Ansätze. Schüler sind während des Schulbesuches der elterlichen Aufsicht entgangen, und folglich obliegt die Aufsichtspflicht den Pädagogen.

Auch wenn es heutzutage aus verschiedenen Gründen „in“ ist, sich als Pädagoge auf „Stoffvermittlung“ zu beschränken (ein weiteres diskussionsfähiges Thema), so haben sie doch gewisse pädagogische Pflichten, die für die Erhaltung der physischen – jedoch auch der psychischen – Gesundheit ihrer Zöglinge sorgen sollen.

Auf verschiedene Techniken zum Erkennen und zum Umgehen mit Mobbing soll hier nicht weiter eingegangen werden, nur auf die basale Pflicht der Verantwortlichen – der Pädagogen.

In einer hierarchischen Struktur, wie es die Sozialstruktur sozialer Lebewesen erfordert, gibt es ranghohe Individuen, die die Verpflichtung haben, für sozial sinnvolles Klima zu sorgen. Stellen sie sich ihrer Pflicht nicht, so entsteht an dieser Stelle ein Vakuum. Interessierte Individuen, die mit verschiedensten Eigeninteressen ausgestattet sind, nutzen dieses Verantwortungsvakuum und füllen es mit eigenen Initiativen aus.

Oder klar auf deutsch gesagt: Scheren sich die Chefs nicht, so nutzt der machtinteressierte Schüler die Chance, sich sein Mütchen zu kühlen – an zumeist Schwächeren.

In diesem Sinne – Ring frei.

Justiziabel ist die Aufsichtspflichtsverletzung in jedem Fall. Mobbingopfer müssen das nur erst einmal erkennen. Dann besteht die Chance zur Veränderung.