Archive for the ‘Arbeitswelt’ Category

Zum Dramatischen Rückgang der Schafhaltung in Deutschland Eine vom Aussterben bedrohte Art : Der Schäfer

Februar 8, 2014

Gastbeitrag von Frank Hahnel

Niemand braucht heut zu Tage noch einen Schornsteinfeger und die Gesellschaft bezahlt ihn trotzdem ,seine Kehrbezirke sind festgelegt und das im Zeitalter der Edelstahlrohren und der Gas Heizung.Der Lämmer wegen braucht uns Schäfer hier in Deutschland niemand mehr die 1,5 kg Schaffleisch die wir essen pro Kopf, ist nicht mal eine Lammkeule ,kommen frisch aus Neuseeland .Aber die festen Berghänge ,die sicheren Deiche ,die offene Grasslandschaft unter der sich unser Trinkwasser neu bildet ,die Vernetzung unserer zerschnittenen Biotope ,ja sogar Brandschutz denn frisches Grass brennt nicht ,all das leisten wir weil wir Schäfer sein wollen .Die Politik muss endlich schauen warum gibt es an diesem oder jenem Ort noch Schäfer ,warum will der da 365 Tage im Jahr mit seinen Schafen spielen wo das Lammfleisch doch aus Neuseeland kommt und die Leute Polyester tragen und er sich keine goldene Nase verdient.Was wäre wenn er damit aufhört. Was wäre eine Lüneburger Heide ohne Schafe? ein Elbdeich ohne Beweidung , der Reitweiner Sporn mit seinen Adonisröschen ohne eine Merinolandschafherde ? Meine Sumpfwiesen und Trockenrasen rund um meine Kleinstadt ohne Schafbeweidung ? Das Motto des Hirtenzuges 2010 ist immer noch hoch Aktuell “ Wir pflegen die Landschaft die Sie lieben “ Hier im Osten gab es vor 1945 keine selbständigen Schäfer aber jeder Gutsbesitzer hatte eine Schafherde aber nicht weil wir Deutschen mehr Schaffleisch gegessen hätten sondern weil er die Vorzüge der Schafe ,ihren Dienst für seine Landwirtschaft erkannt hatte und nicht weil die Schafe so wirtschaftlich waren.

einander zuarbeitend?

Juli 8, 2011

Es ist schon auffällig, wie gut sich verschiedene Einrichtungen zu ergänzen versuchen.
Das erinnert mich an dieses alte Gespräch zwischen Bischof und Fronherr: „halte du sie dumm, ich halte sie arm…“.

Es lohnt sich durchaus, sich zu wehren. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Man sieht an diesem Fall, daß es durchaus auch seine Berechtigung hat, sich sein Recht einzufordern.

Kein Gott - Kein Geld. Es lebe die Nächstenliebe der Caritas. Für eine Trennung der Kirche vom Staat. Von: Heiliger Stuhl

Quelle: https://www.facebook.com/heiligerstuhl

 

Leben auf Kosten anderer?

Oktober 31, 2010

Da läßt sich mal wieder ein Honorarprofessor in der Zeitung zitieren. Mit dem sagenhaften Schlüsselsatz, „Ein seltsames Recht, auf Kosten anderer zu leben“.

Im Artikel wird das dann noch weiter aufgeschlüsselt, hier nachzulesen:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10635485/Ein-seltsames-Recht-auf-Kosten-anderer-zu-leben.html

Ihm geht es dabei nicht etwa um unmündige Kinder, die stets auf Kosten anderer leben. Auch nicht um Betriebsinhaber, Spekulanten oder Bezieher eines Einkommens mehr oder weniger dubiosen Ursprungs. Dabei hätte er gut fündig werde können bei der Suche nach Leuten mit Einkommen, die nicht durch Arbeit erworben wurden.

Denn inzwischen spricht es sich ja doch schon etwas herum, „durch ehrliche Arbeit wirst du nicht reich…“.

Wohl wahr. Da ist was dran.

Worum also ging es dem Herrn Honorarprofessor? Es ging ihm um die Arbeitslosen. Die mögen sich doch gefälligst mal drum kümmern, nicht von Stütze abhängig zu sein oder zu bleiben. Die sollen doch mal versuchen, sich selbst zu ernähren, und nicht immer andere für sie bezahlen zu lassen.

Möglicherweise meinte er sogar, man soll sein Leben, so es nur auf Kosten anderer zu führen sei, nicht unbedingt verlängern oder überhaupt auf Fortführung desselbigen zu bestehen?

Falls es dies nicht ist, was er meint, muß es etwas anderes sein. In einer Welt, in der es zu wenige bezahlte Arbeitsplätze gibt, in der zu viele Leute sich auf eine einzige Stelle bewerben, in der Chefs und Personalchefs entscheiden, wer den Job machen darf – und Pech hat, wer eben nicht – bleibt nur noch die kriminelle Einkunftsart.

Der Herr Honorarprofessor ruft hier also öffentlich dazu auf, daß Arbeitslose gefälligst kriminellen Erwerbsmöglichkeiten nachgehen sollen.

Dieses, Herr Professor, ist öffentliches Verleiten zur Kriminalität. Ich persönlich kann mir nicht recht vorstellen, daß das unter das Meinungsfreiheitsgesetz fällt.

Findet sich eventuell ein Jurist, der Auskunft dazu geben kann?

Verlockendes Angebot

September 9, 2010

Vielleicht bin ich tatsächlich einfach paranoid.

Vielleicht habe ich eine Chance, leichthin Geld zu verdienen, einfach sausen lassen. Vielleicht aber hätte demnächst die Polizei vor meiner Tür gestanden und Fragen gestellt, die ich nicht im Ansatz hätte beantworten können.

So zum Beispiel die Frage: „Wer ist Ihr Auftraggeber?“ Keine Ahnung, hätte ich sagen müssen.

Aber schön der Reihe nach.

Über einen Facebook-Kontakt, der nett und interessant schreibt, und der auch mit vielen anderen Leuten verbunden ist, wurde mir ein verlockendes Angebot gemacht – schreib  einige kurze Texte, feile die Formulierungen schön glatt, und kassiere dafür 500 Eu.

Wow, die Branche scheint zu boomen. Klar kann ich das. Ich schreibe so ziemlich jeden Text, wenns nur in meiner Muttersprache ist. Gedichte, naja, da tu ich mich etwas weniger leicht, aber wer weiß. Für ein ordentliches Gehalt kann ich auch das.

Noch verlockender: kassiere 100 Eu schon vorab, denn dies ist in der Branche üblich (ist es das? Texter müssen recht gut über die Runden kommen, wie mir scheint), gib mir mal fix deine Kontenverbindung.

Vielleicht hätte ich nix weiter geschnallt, es schien alles so stimmig. Einziger fragender Punkt: mit wem habe ich überhaupt das Vergnügen?

Nun, mit meinem mir bekannten freundschaftlichen Facebook-Kontakt.

Der versicherte mir lebhaft, daß er selbst der Auftraggeber sei, daß er ne kleine Firma habe, die solche Auftrage bearbeitet, vergibt und verwertet. Und daß die Kohle von ihm direkt kommt, nur eben…. Kontendaten! Und zwar gleich, wenns geht.

Kein Vertrag?

Keine Firmenadresse?

Nicht mal eine Telefonnummer, Faxnummer, – nur eine Mailadresse? Die allerdings sah ganz seriös aus: Sekretariat@{Firmensitz}.com

Die ersten Dateien wurden übermittelt, damit ich meinen Auftrag auch verstehen kann, denn wenn man nicht weiß, worüber man schreiben soll, ist es etwas schwierig. Und wieder der Hinweis: Kontendaten durchgeben, man will doch schließlich nicht nur Leistung bringen, sondern auch was davon haben. Aber natürlich, klar.

Die Dateien… die erste kam unter 2 verschiedenen Namen, mit demselben Inhalt. Eine kleine Büropanne? Der Inhalt formuliert wie von einem Fünftklässler, ok, das kann aus dem Streß herrühren, der bei Besprechungen herrscht. Reines Arbeitspapier, also was solls.

Die nächsten Dateien ließen sich nicht mehr problemlos öffnen. eine Schadsoftwaren enthielten sie allerdings nicht, nur einige merkwürdige „Einsprengel“.

Streßtest? Um zu sehen, wie man auf Merkwürdigkeiten reagiert?

Nun, ich muß gestehen, ich reagierte ganz und gar nicht offenherzig.

Ich ließ zwei unabhängige Datenfreaks die Dateien prüfen, kann leider deren Expertise mangels Versändnis nicht wiedergeben…. „UTF-8-Kürzel“ etc, sagt mir nix. Soviel hab ich mitbekommen, „keine eigentliche Schadsoftware entdeckt, aber kleine Merkwürdigkeiten“.

Kurz und gut, ich hab den Job abgesagt. Und noch mal nachgefragt, mit wem ich es denn überhaupt zu tun habe.

Die Antwort? „Du bist ja total paranoid“.

Vielleicht. Vielleicht aber bin ich einem kleinen Geldwäschejob entgangen, bei dem ich hinterher schwerlich hätte erklären können, woher Geld auf mein Konto kam, und wohin es gegangen ist…

Verlockungen sind ganz hübsch im Kino. Da gehören sie auch hin.

Bei dieser Art Verlockung muß es sich um eine ausreichende Gewinnspanne handeln. Andernfalls riskiert man nix. Besser, schätzungsweise.

Hartz4-Totalreform?

Januar 8, 2010

Rüttgers, der gute Mensch von Sezuan, will Hartz4 reformieren.

Hier nachlesbar

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,670731,00.html

Feine Sache das, wenn es dafür sorgt, daß Menschen sich nicht mehr als Nutzlose vor dem TV zum geistigen Winterschlaf platzieren. Gute Idee auch, daß sie mehr dazuverdienen dürfen sollen. Wer weiß, vielleicht würde es den einen oder anderen – prinzipiell eher ehrlich strukturierten – Menschen zu weniger Schwarzarbeit verführen.

Obwohl es eher eine Sache der Chefs ist, ob sie bereit sind, jemanden wahrhaftig für seine Leistungen zu entlöhnen, auch nebenkostenmäßig…

Aber warten wir es einfach ab.

Möchte jemand Prognosen abgeben?

Ich tippe ja darauf: der Name wird geändert, die Daumenschrauben eine Runde weitergedreht (man mache sich frisch…) und sonst… sonst…

Nun ja. Eine Umbenennung ist doch auch schon eine Reform, nicht wahr?

Invasion der Hartz-4er

November 30, 2009

Einen  Artikel schrieb die Welt über die Häufigkeit von Stütze-Empfang in diesem Land.

http://www.welt.de/wirtschaft/article5374023/Jede-zehnte-Buerger-lebt-auf-Staatskosten.html

Interessant ist der Artikel allerdings nur mäßig. Man ist froh, daß man selbst nicht dazu gehört, oder man akzeptiert den Zustand als Hartzie gottergeben wie eine Krankheit.

Dennoch ist es bedenkenswert, und zwar aus struktureller Sicht. Wir leben also in einem Zustand, in dem es normal ist, daß 1/10 der Bevölkerung in Armutsverhältnissen leben. Dazu kommt dann noch eine unbekannte Anzahl von Menschen, die nur ganz knapp darüber liegen.

Man muß sich ernsthaft fragen, was ist das für eine Kultur, die dies für normal hält? Es wird immer so gern vom christlich-abendländischen Kulturraum gesprochen. Nun, es ist also wahrhaft christlich, eine nicht unbedeutende Anzahl von Mitmenschen in prekären Verhältnissen leben zu lassen, und ihnen dann mildtätig die eine oder andere Gabe zuzustecken. Gerade, wenns auf Weihnachten zugeht!

Aber mehr auch nicht – einmal muß Schluß sein!

Wesentlich interessanter sind allerdings die Kommentare, die zu diesem Artikel geschrieben wurden.

Zum Beispiel gibt ein gewisser „Vorschlag“ am 30. 11. um 8.58 zu verstehen, daß die Lösung des Problems die Abschiebung jedes Asylanten sowie die Ausgabe von Essenmarken und die Streichung des Kindergeldes für jedes Kind nach dem 2. sein würde.

Man erkennt, daß er weder Asylant, noch Arbeitsloser, noch Elternteil ist, zumindest kein aktiver Elternteil.

„Steuerzahler“ sagt am 30.11.09 um 8.58, daß es seines (des Steuerzahlers) Geld und das seiner Enkel sei, das da dem Nachbars-Kampfhund in den Rachen geworfen würde.

Interessant, denn von welcher Art Kampfhund spricht er? Vom Deutschen Schäferhund, der die Beißstatistik anführt? Dennoch, ein wichtiger Hinweis allemal – das Geld der Allgemeinheit, für das Allgemeinwohl, solle für das Allgemeinwohl ausgegeben werden. So verstehe ich ihn.

Damit stellt er klar, daß die Arbeitslosen wohl eher nicht dazu gehören. Und auch die Familienministerin wird weiter barmen müssen, daß die Deutschen aussterben werden…

Natürlich gibt es auch andere Kommentare, wie „Familienvater“, der sich sorgt, er könnte seine Arbeit verlieren.

Das aber sind doch die Loser, und die gehören mit in diese Riege, die doch sehen solle, wie sie zurecht kommen. Man braucht ihnen nur den Geldhahn abdrehen. Sie werden sich in Luft auflösen und einfach, still und leise spurlos verschwinden… und schon gibts keine Arbeitslosigkeit mehr. Vollbeschäftigung für alle.

Kenne ich solche Ideen nicht schon? Aus dem Geschichtsunterricht?

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch…

Über den Chef lästern…

November 27, 2009

Darf man das? Immerhin ist er der (oder, politisch korrekt und ziemlich langweilig formuliert) die, der einem die Lohntüte füllt.

Man arbeitet für den Chef, und er ermöglicht einem das Leben.

Oder so.

Und dann dies: eine Arbeitnehmerin (also auch Lohnnehmerin) lästerte über den Chef. Kein Einzelfall.

Ein freundlicher Zuträger informierte den Chef, und flugs wurde die Missetäterin entlassen.

Eigentlich nichts Besonderes, passiert doch andauernd, nicht?

Dieser Fall ist anders. Die im wahrsten Sinne des Wortes Ent-Lohnte wehrte sich dagegen – und bekam sogar Recht.

Darüber kann man hier lesen http://www.focus.de/karriere/arbeitsrecht/kuendigungsschutz-auch-arbeitnehmer-duerfen-eine-meinung-haben_aid_457713.html

 

Oh, oh, werte Chefs (und Chefinnen)… Da hatte man so sehr gehofft, die Krise und die Angst würden dafür sorgen, daß solcherdinge nicht mehr geschehen können.

Evaluation und kritische Hinweise, oder wie man das nennt, wären für alle Zeiten vom Tisch…

Ob allerdings die Einschätzung der Arbeitnehmerin (die vermutlich demnächst aus einem anderen Grunde eine Hut-Nehmerin sein wird, und es vermutlich auch schwer haben wird, eine andere bezahlte Stelle zu finden – man findet schon Mittel und Wege) zutreffend war, und welchen betrieblichen Bereich sie betraf, ist leider nicht mit übermittelt worden.

Dabei wäre das doch hochinteressant für uns.

Denn, wo ist Kritik erlaubt und wo nicht?