Posts Tagged ‘Gewalt’

Mich kriegt keiner tot !

Oktober 15, 2015

Gastbeitrag von Rue de Guerre (Art & Photographie)

Hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht, den ich gerne teilen wollen würde.
Zum einen, um die Vorgehensweise unserer Ämter mal ein wenig zu verdeutlichen, und zum anderen, weil ich denke, dass es wichtig ist, um grad immer vermehrt entstehende Vorurteile bezüglich neuer Zuwanderer aus dem Weg zu räumen.
Ich bin seit 1998 chronisch krank, vermutlich sogar schon weitaus länger, jedoch seit genanntem Jahr ärztlich bestätigt.
Diese führte zu einer Untersuchung durch einen sogenannten Amtsarzt des damaligen Arbeitsamtes, – heute Jobcenter.
Eigenartig, wie das so gewechselt hat, wenn man an Ferienjobs und so denkt, die in meiner Kindheit dazu dienten, Taschengeld aufzubessern, und ein Arbeitsverhältnis damals noch ausreichte, um eine Familie zu ernähren, während man heutzutage bis zu 4 Jobs braucht, um am Ende eventuell sogar noch aufzustocken.
Nun gut, zurück zum Thema.
Nach dem amtsärztlichen Gutachten hat man mich mit 80% Schwerbehinderung eingestuft, die 100% würde ich sicherlich auch bekommen.
Man hat es mir damals folgendermaßen verkauft:
„Sieh zu, dass du in die Grundsicherung rutschst, das nimmt dir eine Menge Stress ab, du bist aus den Forderungen der gemeinützigen Arbeitsangebote raus und nicht mehr von Sanktionen betroffen.“
Damals dachte ich, dass es eine elegante Lösung sei, war mir jedoch nicht bewusst, wie weit ich mich damit selber in ein weiteres Gesellschaftsgefängnis begebe.
Trotz dieser Arbeitsunfähigkeit besuchte ich am Amt vorbei eine Privatschule für Fotgrafie und schloss diese mit besonderem Erfolg ab.
Mir war ja jegliche Art der Beschäftigung untersagt worden.
Das erste Jahr war ich ein wenig eingeschränkt, da ich eine Chemotherapie gemacht habe, die dazu führte, dass ich alle zwei Tage zwangsernährt werden musste.
12 Kilo Gewichtsverlust in nur 6 Wochen !
Hier ein ganz großer Dank an die Pharmaindustire: „Kill your victims!“
Einige Zeit später stellte ich fest, dass ich aus dem Ganzen raus wollte und mich weiterbilden wollte.
Die Idee des Grafikdesigners machte sich immer breiter, und ich beschloss, mit dieser Idee beim Grundsicherungsamt vorstellig zu werden und darum zu bitten, mich wieder dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen.
Das, was dann passierte, ist mir bis heute noch unverständlich, zeigte mir jedoch das Interesse unserer Ämter, Menschen wieder in das Berufsleben zu integrieren.
Bei dem Gespräch mit meiner damaligen Sachbearbeiterin, auch hier ein sehr schöner Begriff, da hier ganz deutlich der Mensch zur Sache wird, wurde mir nahegelegt, meine Idee schnellstmöglich wieder zu verwerfen, da diese dem Amt und auch mir nur mehr Stress bringen würde.
So ließ man mich am Ende stehen.
Also habe ich versucht, mich eigenständig aus dieser Situation zu befreien, und gab einen einjährigen ehrenamtlichen Fotografiekurs für „Sonderbegabte“ – so nennt man heute wohl Menschen mit einer sogenannten Behinderung, der unter anderem auch das Bearbeiten von Bildern am Computer beinhaltete.
Einer der großartigsten Begegnungen, die ich bislang hatte.
Ein weiteres Projekt, was ich gemacht habe, war eine Arbeit zum Thema HiV & AIDS, welches 50 Portraits von Betroffenen beinhaltete.  Diese wurden in der Berliner Aidshilfe ausgestellt.
Es folgte eine Zeit, in der ich mich dann der Landschaft widmete und diese begann zu fotografieren, was mir zu Beginn meiner Ausbildung nie in den Kopf gekommen wäre.
Einige Jahre später, im Jahr 2014, hörte ich von einer sogenannten Friedensbewegung und aufkommenden Demonstrationen.
Die erste war am Tage meines Geburtstages und ich dachte, dass das ein Zeichen sein muss.
Also begab ich mich in der zweiten Woche zum Brandenburger Tor, um mir ein Bild zu machen.  Alles schien genau meine Welt zu sein.
Freie Menschen, gute Ansätze und endlich eine Demonstration, die sich für etwas eingesetzt hat, anstatt gegen etwas. 20 Jahre war ich nicht mehr demonstrieren, damals als Hausbesetzer und auf vielen linken Demos, deren Tenor häufig Gewalt war.
Das war nie meine Lösung, aber ich befand mich in diesen Kreisen und hab mich leiten lassen.
Kurze Zeit später, nachdem ich dann 2014 einige Wochen immer wieder zu den Friedensveranstaltungen ging, begann auch hier etwas, was ich bis heute nicht verstehe.
Es kam zu Intrigen, das Ganze schien unterwandert zu werden, und wir haben begonnen, uns mit einer kleinen Gruppe zu dezentralisieren, um mit den eigentlichen Zielen weiterzumachen.
Diese beinhalteten unter anderem, jedem Menschen ein Ohr zu geben, ob rechts, links, Marsianer oder Venusbürger.
Ruckzuck wurden wir als rechte Splittergruppe abgetan und man hat gegen uns gearbeitet.
Berlin, du bist so sonderbar… Mein Weg war klar – ich wollte Weltfrieden.
Somit ging ich monatelang oftmals 5 Tage in der Woche auf die Straße, um Informationen auszutauschen.  Manch einer mag nun denken: „Was für eine elende Hippiescheisse !“
Nein, ist es nicht…
Es ist eine Frage des Bewusstseins, nur haben wir meiner Meinung nach verlernt, was Menschlichkeit ist.
Diese wurde durch Status und Leistung ersetzt. „Haste was, biste was !“
Jeder kennt diesen Satz und viele folgen dieser Losung.
So auch ich !
Ich behalte mein Herz, welches ich immer gerne mit anderen Menschen teile. Ein großartiges Geschenk, da es streicheln und auch schlagen kann. Liebe kennt weder Grenzen, noch Geschlechter und ist unendlich.
Es ist das Ego, welches daran klammert, und Liebende oftmals in schwierige Situationen bringt, da man sie ja so ungern teilt.  Typischer Fall von Verlustangst.
Nun gut, ich möchte hier auch langsam zum Schluss kommen, da ich die Möglichkeit der mittlerweile auf 160 Zeichen begrenzte Textinhalte bei Weitem überschritten habe und mein Leben auch eher unwichtig ist, da ich nur ein ganz kleiner Bestandteil des Ganzen bin.
Der nächste Schritt wird ein Wechsel sein und ich werde es tunlichst unterlassen in Zukunft meine „Schwerbehinderung“ zu erwähnen, da ich ganz genau dann schwer behindert werde einfach ich zu sein.

Danke fürs Lesen und bitte besucht auch meine Homepage http://www.rue-de-guerre.de/

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Beschneidungs-Gesetzesentwurf: Ich bin empört!

Oktober 12, 2012

Gastartikel von Hans Trutnau
Ich bin empört!

Das (= der Gesetzentwurf des CDU/FDP-Kabinetts, s. http://www.taz.de/Gesetzentwurf-des-Bundeskabinetts/!103271/   Mitte links im Kasten dokumentiert) ist ja wohl ein Schlag ins Gesicht eines jeden Rechtsstaats!  Mal ganz abgesehen von Kindeswohl, ärztlicher Kunst, Ausbildung etc. – wer überprüft da wie was?

Kindesmisshandlungen, Züchtigung von Kindern, selbst Kupieren von Tieren ist VERBOTEN!

Welchen Praktiken wird da Tür und Tor geöffnet?
Nächstes Jahr kommt eine x-beliebige Migrantengruppe aus z.B. dem Sudan daher und verlangt (erfolgreich?!), dass ihre Jahrhunderte bis -tausende Jahre alte ‚Tradition‘ der (Klitorisvorhaut-)Beschneidung von Mädchen erlaubt wird.  Oder das Abschneiden von Ohr-Spitzen, -Läppchen oder irgendwelcher anderer Körperteile von Betroffenen ohne deren Einwilligung…
Inwiefern unterscheidet sich Male Genital Mutilation (MGM) von Female Genital Mutilation (FGM) oder irgend einer anderen Verstümmelung? FGM ist m.W. bei uns nicht explizit verboten, aber geächtet und wird daher in breitem Konsens wie (fast!) jede andere Körperverletzung verurteilt. Weiterführender Link: http://blog.alm.at/male-genital-mutilation/

MGM ist wie FGM vorsätzliche Körperverletzung, die BILLIGEND in Kauf genommen wird und geächtet und VERBOTEN gehört! Das hat null und nichts mit Antisemitismus zu tun; ein Vorwurf dieser Art ist schlicht grotesk!

Empört Euch!

Momper trifft Folteropfer aus seiner eigenen Stadt

August 10, 2011

Gastbeitrag von A. Lauks
originaler Artikel hier abrufbar (mit Bild)
https://adamlauks.wordpress.com/2011/08/10/begegnung-mit-walter-momper-am-6-4-2011-im-abgeordnettenhaus-von-berlin/

Begegnung mit Walter Momper am 6.4.2011 im Abgeordnetenhaus von Berlin

Sehr geehrter Herr Momper !

Nach der mir nichtsgebenden Vorstellung der Staatssicherheiten hatte ich die Gelegenheit Ihnen die Hand zu drücken. Als ich mich Ihnen vorstellte mit : „Adam Lauks – Folteropfer der Staatssicherheit “ beugten Sie sich zu mir rüber: “ Was sind Sie !???“ Sie gaben mir Ihr Autogramm auf die Einladung und blieben stehen. Ich hatte nicht mal ein Beweis den ich Ihnen hätte gerne übergeben, die restlichen unverteilten hatte man mir beim Einlass weggenommen.
Es sind Monate vergangen seit unserer kurzen Begegnung, ich hatte oft an Sie zurückdenken müssen. Ich schreibe Ihnen heute in diesem Blog aus tiefstem inneren Bedürfnis, ihnen die Erklärung nachzureichen, weil Sie nach meiner Vorstellung verdutzt da standen.
ja Herr Präsident des Abgeordneten Hauses von Berlin, Sie haben damals „Für Adam Lauks alles Gute !“ mirgewünscht und in Ihrem Händedruch fühlte ich Ihre Fragen.
Heute gebe ich Ihnen zur Kenntnis, das ich meine Suche nach Gerechtigkeit nach 30 Jahren fast eingestellt habe und die Last dieser Suche in persönlicher Email an jeden einzelnen Mitglied des Rechtsausschusses sowie des Ausschusses für Menschenrechte des Deutschen Bundestages übertragen hatte, um mich meinem in Angrioff genommennen Lebenswerk vollends mich widmen zu können.
Bis heute hatte sich keiner der angeschriebenen Mitglieder zu einer Antwort an das ungesühnte Folteropfer – ohne amtlichen Status – herabgelassen.
In diesem Brief halte ich Sie auch nicht um Unterstützung oder um sich für mich zu verwenden; es geht lediglich um Zurkenntnisnahme Ihrerseits, damit Sie wissen als Präsident des Abgeordnetenhauses dass in Ihrer Stadt ein ungesühntes Folteropfer lebt und seine Foterer als unbescholtene Bürger der selben Stadt mit meinem Blut an ihren Händen rumlaufen.
Dies schreibe ich Ihnen nach dem ich vernommen hatte das ein Kindsmörder, eine Bestie 300ß0 Euro vom Gericht zugesprochen bekommen hatte, wegen ihm NUR angedrohten Folter zwecks Erpressung eines Geständnisses.
Wenn mman weiß: JURA NOVIT CURIA – Das Gericht kennt die Rechtsätze ! wird vielleicht Ihnen hiermit deutlich geworden sein in was für Dauerretraumatisierung ich mein Dasein friste. Die Frage : Was bin ich dann eigentlich!?? das man sich an meine Folter nicht wagen will, im Gegenteil man sich bemüht die Folterung, als ungeschehen unters Teppich zu kehren !!? Dafür ist die Ablehnung und Formulierung der Ablehnung vom 28.4.11 durch Oberstaatsanwalt Reichelt mehr als Genug.
Durch meine Recherche über Ihn sind bei mir Zweifel aufgekommen über die „Stasifreundlichkeit“ die aus der Zeit kommen als er noch Staatsanwalt war. Vielleicht ist mein Schreiben am den Rechtsausschuss des Bundestages Grund dafür gewesen das er trotz, vorher schon am zweiten Tag der Zuteilung des AZ eingestellten Verfahren, nachträglich eine Begründung des Hochschullehrers, nachverlangt (!?).
Die Begründung der Strafanzeige und Strafantrages ist ihm am 15.7.11 nun als Widerspruch eingegangen und ich warte auf die Antwort des Generalstaatsanwalts auf die Beschwehrde die Professor Dr. Jörg Arnold vom Max-Planck-Institut eingeschickt hatte, wonach er vor der Veröffentlichung seines Schreibens umgehend das Mandat niedergelegt hatte. Es fällt einem sehr schwer alles zu verstehen besonders wenn man weiß das Das Gericht die Rechtsätze kennt und die Folter in reinster Urform ungeahndet läst!
Alles Gute für Sie persönlich und für unser Land in diesen aufziehenden Kriesenzeiten
Adam Lauks
Folteropfer der STASI
und
Presseopfer des ASV/ BILD
und
Zeitzeuge der HSH

->>> weitere und ausführlichere Informationen sind unter Adams Blog abrufbar, dazu bitte den folgenden Link nutzen:

https://adamlauks.wordpress.com/

Rechtsstaatliche Gewalt

Mai 19, 2011

An den
Deutschen Bundestag
Rechtsausschuss

OFFENE EMAILNACHRICHT

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Siegfried Kauder !
Sehr geehrte Mitglieder des Rechtsausschusses !

„Nach Ansicht des Rechtsausschussvorsitzenden im Bundestag, Siegfried Kauder (CDU), ist das Verfahren ein Prüfstein für das weltweite Ansehen Deutschlands. „Die ganze Welt wird auf diesen Prozess ein Augenmerk richten und wird genau kontrollieren, wie Deutschland mit solchen Thematiken umgeht.“

Es bot sich an diesen Zitat zu übernehmen und auf die bis jetzt ungesühnte Folter der Bediensteten des Strafvollzugs Berlin Rummelsburg 1984/1985 des Hauses 6 unter Mitwisserschaft und Duldung des Leiters der MED-Stelle im Haus 8 Oberstleutnant Dr. Zels – IM Nagel – letzter Leibarzt von Erich Mielke und Haftarzt von Erich Honecker.
Im Anhang sind die Beweise für die Folter und Gewaltanwendung- es gibt noch weitere Beweise- die erst, dank dem Sächsischen Staatsschutz- Refferat Datenschutzbeauftragter sich erst seit 28.4.2010 in meinem Besitz befinden. Bis dahin wurden die in der JVA Leipzig von der Leitenden Ärztin verleumdet und versteckt gehalten.
Meine Erste Strafanzeige diesbezüglich reichte ich bei der ZERV am 30.4.1992 ein in schriftlicher Form- ohne jäglichen Beweis in der Hand zu haben.
Am 5,5 Jahren am 3.9.1997 erreichte mich die Einstellung des Verfahrens durch den Staatsanwalt Lorke. Selbstverständlich wiesen die Beschuldigten den Vorwurf von sich(Aussage gegen Aussage) Verfahren wurde erst nach der Bezeugung des Dr.Zels… sein Haus 8(Medstelle) ist von dem Haus 6 100m Luftlinie entfernt wo in der Zelle 038 gefoltert wurde. Obwohl nach der massiven Gewaltanwendung und Dr. Zels geholt wurde diue Schnittwunde zu versorgen, fehlt auf der Rückseite seine Genehmigung für die Durchführung dieser, auch laut dem Strafvollzughsgesetz der DDR, illegalen Sicherungsmaßnahme. Ich erstattete am 11.4.2011 am Amtsgericht erneute Strafanzeige und stellte einen Strafantrag wegen Folter Köroerverletzung und allen rechtlichen Gründen, erhielt am 26.4.2011 eine Geschäftsnummer und zwei Tage später am 28.4.2011 Einstellung des Ermittlungsverfahrens unter 272 Js 2215/11.

Mehr als die Begründung der Einstellung des Ermittlungsverfahren durch Verjährung verletzte mich und retraumatisierte mich sehr die Bagatelisierung und Vertuschung, Klitterung und Verharmlosung der unwiderlegbar bewiesenen Folter : “ Wegen Körperverletzung u.a. “ durch den Staatsanwalt Zieper. Mir ist das Problem das die Justitz mit dieser Folter in Urform hat sehr wohl bekannt, nämlich das im Strafgesetzbuch unseres Rechtsstaates kein Paragraph diese Folter(Lärmfolter,Kältefolter,Toilettefolter und Säurefolter waren inbegriffen) ahnden würde, da es sich weder um eine Körperverletzung aus einer Folter hervorgegangen noch um Androhung einer Folter zwecks Erpressung eines Geständnisses handelt – die strafbar sind. Es verletzt mich zutiefst und enttäuscht unermäßlich das Land meiner Urahnen und meine Wahlheimat die NUN ENDLICH gebotene Chance nicht nutzt um ein Urteil zu sprechen, damit den Ewiggestrigen, Feinden unseres Systems die Folter in der StVE der DDR als bewiesene Kategorie in die Geschichte der DDR Exekutive, die Geschichte des MfS und letztendlich der SED-Diktatur aufgenommen werden kann, ohne das künftig die Ewiggestrigen und Hauptamtlichen Generäle a.D. den Rechtsstaat auslachend, und triumphierend nach einem Urteil für Folter rufen. Mit dieser Offenen Email lege ich die Angelegenheit der erlittenen Folter in Euere Hände, überlasse es Euerem Gewissen.
Mein Prozess in der DDR ist eine Rechtsbeugung gewesen, und wurde auf keiner rechtsstaatlicher Grundlage geführt. Meine drakonische Strafe wurde aus dem benannten Grunde NICHT in das Zentralregister der Bundesrepublik übernommen, trotzdem hat sich die Justitz allen meinen Anträgen auf Rehabilitierung oder Teilrehabilitierung verschlossen und alle meine erneuten Anträge auch mit neuen Erkenntnissen und Beweisen abgelehnt ohne die zitierten oder beigelegte Akten auch sich angeschaut zu haben. So Richter Rosenthal bei seinem unortodoxen Anruf bei mir zu Hause um 18.30…

„Nach Ansicht des Rechtsausschussvorsitzenden im Bundestag, Siegfried Kauder (CDU), ist das Verfahren ein Prüfstein für das weltweite Ansehen Deutschlands. „Die ganze Welt wird auf diesen Prozess ein Augenmerk richten und wird genau kontrollieren, wie Deutschland mit solchen Thematiken umgeht.“ Vielleicht wird mein Prozess auch eine Wertung bekommen, welche es sein wird ist dem Bundestag und seinem Rechtsausschuß überlassen.

Mit freundlichen Grüßen
mit kein Deut Hoffnung in die Gerechtigkeit

Folteropfer der STASI
und
Presseopfer des ASV/BILD

Bürger der Bundesrepublik Deutschland
Adam Lauks

(homepage: http://adamlauks.wordpress.com )

und wieder diese Deutschen…

Oktober 25, 2010

Gastkommentar von Bernd Cunow

(Es handelt sich um eine echte Angelegenheit, keine literarische Geschichte)

https://www.xing.com/net/gemeinsam

„Sehr geehrter Herr Sonhs,
mit Interesse verfolge ich Ihre neue Gruppe, die sich an unsere
Urbevölkerung richtet und die Verwässerung durch Migranten
vermeidet. So können wir unsere urgermanischen kulturellen
Empfindungen ausleben.
Finde es nur komisch, dass Ihre Co-Moderatorin offensichtlich
nicht so ganz hinter unserer volksgenössischen Gesinnung steht,
und die Gruppe in Ihrem Profil nicht auftaucht.
Schön finde ich, dass versprengte Gruppenmitglieder der etwas
urvölkischen Gruppe Verschwörungstheorien eine neue Heimat
gefunden haben. Gerne würde ich Ihrer Gruppe beitreten, habe
allerdings einen jüdischen Opa mütterlicherseits aus Polen.
Ferner duzt mich ungestraft mein Döner-Bäcker. Nun sehe ich mich
realistisch als verweichlichten Deutschen an. Sie würden vielleicht
Kanonenfutter sagen und haben bestimmt rechts!
Viel Spaß mit Ihrer Gruppe
Bernd Cunow“

Zivilcourage? – unerwünscht.

Mai 4, 2010

Der 1. Mai – und raus geht es auf die Straßen.

Das gilt nicht nur für Demokraten, nein, auch die Nazis machen das ganz gern. Schon früher, wenn sie mit Fackelzügen die allgemeine Dunkelheit zu erhellen versuchten, oder bei vergleichbaren Gelegenheiten. Immerhin, man darf nicht vergessen, es gab auch Schwarze bei den Olympischen Spielen in Deutschland. Im Olympia-Film habe ich das ganz eindeutig gesehen…

Allerdings sollte man wohl heute als Schwarzer oder sonstwie undeutsch auffallender Mensch eher nicht in die nazideutsche Jubelmenge eintauchen, es sei denn, man ist tatsächlich Olympiasieger oder wenigstens berühmter Fußballstar. Selbst dann könnt´s schiefgehen…

Zivilcourage? Das ist immer so eine Sache. Da hat ein Politiker namens Thierse sich mit Nichtpolitikern, also Privatpersonen ohne juristische Immunität, an einer Sitzblockade beteiligt, die den zivilen Protest gegen diese Nazitypen zum Ausdruck bringen sollte.

Hier kann man das z.B. nachlesen

http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/heftige-kritik-an-blockierse-thierse/

Nun denkt die Polizeigewerkschaft, namentlich ihr Vorsitzender Wendt, darüber öffentlichkeitswirksam nach, ob und wie dies ein Rechtsverstoß war.

Ich persönlich bin ja begeistert von so viel Initiative einer Gewerkschaft. Bisher war mir noch nicht bewußt, daß eine Gewerkschaft sich auch auf diesem Gebiet betätigt. Das ist genaugenommen bewundernswert, denn es kann die juristischen Organe entlasten.

Im grunde brauchen wir dann keine Gerichtsbarkeit mehr. Die Polizeigewerkschaft kann das alles sicherlich auch, und noch viel besser. So ganz neu ist die Idee zwar nicht, das gab es sehr wohl schon in Deutschen Landen, daß die polizeiartig Tätigen und die Polizeibeamten gemeinsam völlig frei entschieden, Strafmaß festlegten, und auch gleich durchführten.

Anderswo hat man dafür weniger nette Bezeichnungen, aber das muß uns Deutsche ja nicht stören. Wir waren schon immer selbstbewußter. Nicht wahr?

Zurück zu Herrn Thierse. Er hat persönlichen Mut bewiesen.

Warten wir es ab, was aus der Zivilcourage wird, und ob sie uns noch gestattet sei, hier und jetzt in Deutschland.

Wie der Polizei-Gewerkschafts-Chef das sieht, haben wir schon verstanden. Aber ob das auch juristisch so zu sehen ist, muß sich erst zeigen.

Neugierig bin ich da schon.

Sexualstraftäter bleibt auf freiem Fuß – rechtsstaatlich abgesegnet

Januar 13, 2010

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/politik/728/500000/text/

Ein aus der Haft entlassener, einst verurteilter Sexualstraftäter, darf nicht in rückwirkende Sicherheitsverwahrung genommen werden. Das deutsche Rechtssystem hat zwar vor einigen Jahren die Sicherheitsverwahrung eingeführt, um künftigen möglichen Opfern einen größtmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Das bedeutet, ein erklärtermaßen gefährlicher Krimineller, der mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere entsprechende Täten begehen würde, muß in Verwahrung bleiben, um ihn daran zu hindern, weitere Menschen zum Opfer zu machen.

In diesem Fall geht das nicht, obwohl die Beteiligten sich einig sind, daß der Entlassene gefährlich ist. Er selbst hat daran wohl auch keine größeren Zweifel aufkommen lassen.

Die deutsche Justiz gibt nämlich eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung nicht her. Das bedeutet für jedes weitere Opfer nichts anderes als: „Pech gehabt, die Justiz hat kräftig gepennt…“

Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt. Nicht nur im Hinblick auf künftige Opfer eines bekannten Sexualstraftäters.

Auch in der Frage, wie das mit den deutschen Gesetzen so weitergeht…

Die vertriebenen Deutschen…

Januar 10, 2010

und Erika Steinbach. Ein echtes Kapital für sich.

Herr Broder, dessen erklärter Fan ich ganz gewiß nicht bin, der aber dennoch ab und zu einen klug-bissigen Beitrag schreibt, der mir gefällt, hat sich dazu geäußert.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,670786,00.html

Ich möchte dem ganzen noch einen anderen Aspekt hinzufügen. Ich habe mich immer schon gewundert, warum die „Vertriebenen“ – müßte es nicht vielmehr „Umgesiedelten“ heißen? Immerhin hatten viele nicht das Glück, den Krieg überhaupt zu überstehen – nicht zur Ruhe finden.

Zufällig ist mir ein kluges Buch einer sehr klugen Frau in die Hände geraten, leider ist es auf dem normalen Büchermarkt nicht zu finden. Wer sich dennoch auf den Weg machen will, für den stehen die Titelangaben am Ende des Beitrages.

In diesem Buch geht es eigentlich um die Spätaussiedler-Problematik, hierzulande werden diese Leute kurz und unzutreffend „Russen“ genannt. Dort, wo sie herkommen, waren sie die bösen Deutschen, obwohl sie vielleicht ganz gern Russen gewesen wären. Diktatoren aber benötigen immer ein gewisses Verschiebungspotential, Stalin war da keine Ausnahme, und Menschen mit einer kleinen Besonderheit sind da leicht zu benutzen…

In diesem Buch geht die Autorin auch auf deutsche Meinungen und Vorstellungen ein, und so macht sie einen kleinen Abstecher zur Eingliederung der „Ostvertriebenen“ nach dem Krieg. Und schreibt da kurz und knapp…. „der Mythos der schnellen Anpassung der Vertriebenen…“

Und da fiel es mir ein. Es kursierten ja auch genügend Geschichten, erzählt von älteren Leuten, die das erlebt haben. Wie sie über die Auffanglager in Deutschland verteilt wurden, aber überall als zusätzliche Belastung angesehen wurden. Mit ihren Kindern spielte keiner, sie lebten in noch unzumutbareren Umständen als die zerbombten Einheimischen.

Denn sie waren die Überzähligen, die Unnötigen, die nämlich keiner gerufen hatte. Die ungerufen gekommen waren, denn wo sollten sie auch hin?

Daß die Polen und die Tschechen in ihren nun eigenen Gebieten ihre eigenen Regeln aufstellten, war zu erwarten – kein Vergleich mit den Regeln, die von Deutschen aufgestellt worden waren in neubesetzten Gebieten!

Was den Vertriebenen oder Geflüchteten viel mehr im Magen gelegen haben muß, das war die Ablehung seitens ihrer eigenen Landleute, die mit dem Wenigen, das sie hatten, nicht unbedingt teilungswillig waren; vorsichtig formuliert.

Kein Wunder, daß diese Leute noch immer einen handfesten Groll hegen. Obwohl ich bezweifle, daß Frau Steinbach, Jahrgang 43 – vertrieben oder mit auf der Flucht als 18 Monate alter Säugling – eigene konkrete Erinnerungen daran hat.

Was ihr wohl gut im Gedächtnis geblieben sein muß, ist die Zeit danach. Die Zeit, in der sie als Kind eine Unerwünschte unter „ansässigen Einheimischen“ gewesen sein mag.

Liebe Vertriebene, denkt mal drüber nach. Auf wen sich Euer Groll wirklich richtet. Nicht auf die Polen und die Tschechen.

Sondern gewiß auf Landsleute, und das aus verschiedenen Gründen. Nicht nur aus dem von mir genannten.

Literatur: Tröster, Irene (2003). Wann ist man integriert? Eine empirische Analyse zum Integrationsverständnis Rußlanddeutscher. In Europäische Hochschulschriften, Reihe XXII Soziologie, Bd. 385. Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH Europäischer Verlag der Wissenschaften.

Polizist müßte man sein!

Dezember 21, 2009

Oder wenigstens Polizist in Bayern.

Da hatte die Polizei einen mit einem Messer bewaffneten, möglicherweise psychisch kranken, jungen Mann befriedet. Mit 12 Treffern, einer davon direkt im Herzen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/tennessee-eisenberg-keine-anklage-gegen-polizisten_aid_465077.html

Noch immer ist nicht so genau bekannt, was wirklich passiert war. Bekannt ist allerdings die offizielle Version der Polizei: daß der Student mit dem Messer gedroht hätte, daß er heldenmäßig durch behördlichen Pfefferspray und durch Schlagstock-Attacken hindurch ging.

Zuletzt hab ich das im Fernsehen gesehen, da wußte ich aber, daß es Tricks sind. Nicht umsonst nennt man sowas „Film“, nicht Dokumentation.

Er überwand also polizeiliche Beeinflussung, um – so die Darstellung – Polizisten zu gefährden, bei Leib und Leben. Ganz klar, daß die Polizisten draufhalten mußten.

Inzwischen ist das Verfahren gegen die Polizisten erst einmal vom Tisch. Wo kämen wir hin, wenn unsere Ordnungshüter wegen solcher Lappalien belangt würden.

Ja, Polizist müßte man sein. Dann bleibt die Welt auch nach einem behördlichen Ausprobieren der Bleispritze in Ordnung. Ein Student mehr oder weniger…. Studenten freut euch  drüber, es ist ein Platz frei im Hörsaal.

Und die Justiz sorgt allemal für gewissenhafte Ruhe.

Der Papst entschuldigt sich

Dezember 12, 2009

Von dieser skandalösen alten Geschichte hat inzwischen jeder gehört: Priester haben sich an Minderjährigen vergriffen, in Irland. Vielleicht auch anderswo.

Man hört ja immer mal so Sachen. Dann gibt es entweder ein schnelles Dementi, und/oder eine kleine Einschüchterung der Betroffenen, vielleicht eine nette Personalveränderung. Der Täter wird bei bleibendem (möglicherweise aufgestocktem) Salär versetzt. An eine ähnlich hübsche Stelle, die ihm seine harmlosen Hobbies gestattet.

Nun ist ein Umdenken eingetreten. DER PAPST ENTSCHULDIGTE SICH! Nachzulesen ist das hier http://www.focus.de/politik/ausland/irland-papst-empoert-ueber-paedophile-priester_aid_462346.html

Ja, er hat sich ganz empört geäußert. Er war betrübt und bestürzt.

Damit sind die Opfer nun geheilt geholfen geehrt.

Ist es das, was ein Oberhaupt einer Weltreligion unter Gerechtigkeit versteht? Oder geht es nicht um Gerechtigkeit?

Die päpstliche Idee, zukünftig solche Exzesse zu verhindern, ist eine lobenswerte. Sie kommt ungefähr zweitausend Jahre zu spät. Jedoch, die Wahrheit ist – besser spät als nie.

Die Opfer dürfen derweil noch immer auf ihre Gerechtigkeit warten. Die päpstliche Justiz spendet Segen. Der Scheiterhaufen war immer nur für andere da.