Posts Tagged ‘illegal’

Es geht um Folter!

Januar 24, 2012

Bitte lest die Original-Beitrage hier
https://adamlauks.wordpress.com/2012/01/20/deutscher-bundestag-petitionsausschuss-wir-wollen-beim-thema-bleiben-folter-in-er-ddr-haft-19821985-stve-berlin-leipzig-waldheim/

und hier
https://adamlauks.wordpress.com/2012/01/21/40-jahre-uneingeschrankten-macht-der-staszis-in-der-ddr-machten-machtsuchtig-die-stazis-und-im%C2%B4s-von-fruher-konnen-dieser-sucht-nicht-abschworen/

einander zuarbeitend?

Juli 8, 2011

Es ist schon auffällig, wie gut sich verschiedene Einrichtungen zu ergänzen versuchen.
Das erinnert mich an dieses alte Gespräch zwischen Bischof und Fronherr: „halte du sie dumm, ich halte sie arm…“.

Es lohnt sich durchaus, sich zu wehren. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Man sieht an diesem Fall, daß es durchaus auch seine Berechtigung hat, sich sein Recht einzufordern.

Kein Gott - Kein Geld. Es lebe die Nächstenliebe der Caritas. Für eine Trennung der Kirche vom Staat. Von: Heiliger Stuhl

Quelle: https://www.facebook.com/heiligerstuhl

 

Runder Tisch sexueller Kindesmißbrauch – ohne die Betroffenen?

November 29, 2010
Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB,

hiermit möchten wir Sie auf unsere geplante Aktion von netzwerkB am
1.12.2010 in Berlin aufmerksam machen.

Pressemitteilung

Ihr Runder Tisch ohne Betroffene ist ein Irrweg!

Seit über einem halben Jahr tagt der „Runde Tisch Sexueller
Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und
öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“. Doch bis heute
schließt er die Betroffenen von sexualisierter Gewalt aus.

Stattdessen zeigt die Zusammensetzung des Runden Tisches – von einigen
wenigen Vertretern von Opferhilfeverbänden abgesehen – eine klare Dominanz
gerade der Organisationen, Arbeitgeber- und Berufsverbände, in deren Reihen
zahlreiche Täter zu finden sind.

Beispielhaft sei hier nur die Katholische Kirche genannt, in deren Reihen
unzählige Fälle sexualisierter Gewalt vorgekommen und jahre- oder gar
jahrzehntelang vertuscht wurden. Mit welchem Recht sitzen Vertreter einer
Organisation, deren Interesse bislang ausschließlich der Täterschutz war,
am Runden Tisch, während diejenigen, denen durch diese Vertuschung
unsägliches Leid widerfahren ist, davon ausgeschlossen werden?

Dieselbe Frage darf in Richtung aller derjenigen Organisationen,
Arbeitgeber- und Berufsverbände gestellt werden, denen das Thema
sexualisierte Gewalt an Kindern seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bekannt
ist, die aber bislang ebenfalls geschwiegen haben. Mit welchem Recht sitzen
Vertreter von Organisationen, die durch ihr Wegsehen und Schweigen das Leid
vieler Betroffener verlängert haben, am Runden Tisch, während Betroffene
ausgeschlossen bleiben?

Nicht nur Betroffene stellen diese Fragen. Längst wird dieses
Missverhältnis auch bei einigen Teilnehmern des Runden Tisches als
skandalös wahrgenommen. Daran ändert auch eine einmalige Anhörung von
einigen wenigen handverlesenen Betroffenen nichts. Angesichts des
offensichtlichen Missverhältnisses am Runden Tisch muss dies als eine
Maßnahme zur Wahrung des Scheins verstanden werden.

Festzuhalten ist: Am Runden Tisch treffen viele derjenigen zusammen, die
schon bislang wenig Interesse für die Belange der Betroffenen gezeigt
haben. Denen bislang vor allem der Schutz der Täter bzw. der Institution am
Herzen lag.

Dagegen darf offensichtlich die Perspektive, die Erfahrung und die
Expertise der Betroffenen nicht in die Beratungen des Runden Tisches
einfließen.

Jedes Ergebnis, jeder Beschluss eines so einseitig besetzten Runden Tisches
steht damit von Anfang an unter dem Verdacht des weiteren Täterschutzes,
bzw. des Schutzes der jeweiligen Institution. Ohne gleichberechtigte
Partizipation der Betroffenen entbehren sämtliche Äußerungen zu guten
Intentionen, Prävention und geplanten Veränderungen der soliden Basis und
somit jeglicher fachlicher und demokratischer Legitimität.

NetzwerkB fordert die Änderung der strukturellen personellen
Zusammensetzung des Runden Tisches, so dass Betroffene im gleichen
Beteiligungsverhältnis wie Nicht-Betroffene am Tisch sitzen. Nur so können
überzeugende und ernstzunehmende Reformvorschläge zum Schutz vor
sexualisierter Gewalt an Kindern erarbeitet werden.

Für Journalisten-Rückfragen steht netzwerkB am 1.12.2010 von 15:00 bis
18:00 Uhr vor dem HUMBOLDT CARRÉ, Behrenstraße 42, 10117 Berlin, zur
Verfügung.


netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine
unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener
ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und
Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für
konkrete Veränderungen stark machen.

netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten
weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website
(www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.

Für Journalisten-Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Nobert Denef, Vorsitzender
Telefon: +49 (0)4503 892782
Mobil: +49 (0)163 1625091


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Früh übt sich…. Mobbing 1

November 10, 2010

Mobbing gibt es überall. Es gehört so zum normalen Erscheinungsbild, daß es oft kein bißchen auffällt. Es wird für normales Sozialverhalten gehalten – und natürlich schwingt da schon die Frage mit, „Was ist überhaupt normal?“.

Um diese Frage geht es hier nicht. Mobbing ist eine ernste Angelegenheit, und früh übt sich, was „normales“ Verhalten sein soll.

Beispielhaft soll dieser Artikel sich mit den Verhaltensweisen und den Möglichkeiten, damit umzugehen, auseinandersetzen: http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/psychoterror/mobbing-rollenspiele-staerken-taeter_aid_569957.html

Wer diesen Artikel liest, findet gute Ansätze. Schüler sind während des Schulbesuches der elterlichen Aufsicht entgangen, und folglich obliegt die Aufsichtspflicht den Pädagogen.

Auch wenn es heutzutage aus verschiedenen Gründen „in“ ist, sich als Pädagoge auf „Stoffvermittlung“ zu beschränken (ein weiteres diskussionsfähiges Thema), so haben sie doch gewisse pädagogische Pflichten, die für die Erhaltung der physischen – jedoch auch der psychischen – Gesundheit ihrer Zöglinge sorgen sollen.

Auf verschiedene Techniken zum Erkennen und zum Umgehen mit Mobbing soll hier nicht weiter eingegangen werden, nur auf die basale Pflicht der Verantwortlichen – der Pädagogen.

In einer hierarchischen Struktur, wie es die Sozialstruktur sozialer Lebewesen erfordert, gibt es ranghohe Individuen, die die Verpflichtung haben, für sozial sinnvolles Klima zu sorgen. Stellen sie sich ihrer Pflicht nicht, so entsteht an dieser Stelle ein Vakuum. Interessierte Individuen, die mit verschiedensten Eigeninteressen ausgestattet sind, nutzen dieses Verantwortungsvakuum und füllen es mit eigenen Initiativen aus.

Oder klar auf deutsch gesagt: Scheren sich die Chefs nicht, so nutzt der machtinteressierte Schüler die Chance, sich sein Mütchen zu kühlen – an zumeist Schwächeren.

In diesem Sinne – Ring frei.

Justiziabel ist die Aufsichtspflichtsverletzung in jedem Fall. Mobbingopfer müssen das nur erst einmal erkennen. Dann besteht die Chance zur Veränderung.

Verlockendes Angebot

September 9, 2010

Vielleicht bin ich tatsächlich einfach paranoid.

Vielleicht habe ich eine Chance, leichthin Geld zu verdienen, einfach sausen lassen. Vielleicht aber hätte demnächst die Polizei vor meiner Tür gestanden und Fragen gestellt, die ich nicht im Ansatz hätte beantworten können.

So zum Beispiel die Frage: „Wer ist Ihr Auftraggeber?“ Keine Ahnung, hätte ich sagen müssen.

Aber schön der Reihe nach.

Über einen Facebook-Kontakt, der nett und interessant schreibt, und der auch mit vielen anderen Leuten verbunden ist, wurde mir ein verlockendes Angebot gemacht – schreib  einige kurze Texte, feile die Formulierungen schön glatt, und kassiere dafür 500 Eu.

Wow, die Branche scheint zu boomen. Klar kann ich das. Ich schreibe so ziemlich jeden Text, wenns nur in meiner Muttersprache ist. Gedichte, naja, da tu ich mich etwas weniger leicht, aber wer weiß. Für ein ordentliches Gehalt kann ich auch das.

Noch verlockender: kassiere 100 Eu schon vorab, denn dies ist in der Branche üblich (ist es das? Texter müssen recht gut über die Runden kommen, wie mir scheint), gib mir mal fix deine Kontenverbindung.

Vielleicht hätte ich nix weiter geschnallt, es schien alles so stimmig. Einziger fragender Punkt: mit wem habe ich überhaupt das Vergnügen?

Nun, mit meinem mir bekannten freundschaftlichen Facebook-Kontakt.

Der versicherte mir lebhaft, daß er selbst der Auftraggeber sei, daß er ne kleine Firma habe, die solche Auftrage bearbeitet, vergibt und verwertet. Und daß die Kohle von ihm direkt kommt, nur eben…. Kontendaten! Und zwar gleich, wenns geht.

Kein Vertrag?

Keine Firmenadresse?

Nicht mal eine Telefonnummer, Faxnummer, – nur eine Mailadresse? Die allerdings sah ganz seriös aus: Sekretariat@{Firmensitz}.com

Die ersten Dateien wurden übermittelt, damit ich meinen Auftrag auch verstehen kann, denn wenn man nicht weiß, worüber man schreiben soll, ist es etwas schwierig. Und wieder der Hinweis: Kontendaten durchgeben, man will doch schließlich nicht nur Leistung bringen, sondern auch was davon haben. Aber natürlich, klar.

Die Dateien… die erste kam unter 2 verschiedenen Namen, mit demselben Inhalt. Eine kleine Büropanne? Der Inhalt formuliert wie von einem Fünftklässler, ok, das kann aus dem Streß herrühren, der bei Besprechungen herrscht. Reines Arbeitspapier, also was solls.

Die nächsten Dateien ließen sich nicht mehr problemlos öffnen. eine Schadsoftwaren enthielten sie allerdings nicht, nur einige merkwürdige „Einsprengel“.

Streßtest? Um zu sehen, wie man auf Merkwürdigkeiten reagiert?

Nun, ich muß gestehen, ich reagierte ganz und gar nicht offenherzig.

Ich ließ zwei unabhängige Datenfreaks die Dateien prüfen, kann leider deren Expertise mangels Versändnis nicht wiedergeben…. „UTF-8-Kürzel“ etc, sagt mir nix. Soviel hab ich mitbekommen, „keine eigentliche Schadsoftware entdeckt, aber kleine Merkwürdigkeiten“.

Kurz und gut, ich hab den Job abgesagt. Und noch mal nachgefragt, mit wem ich es denn überhaupt zu tun habe.

Die Antwort? „Du bist ja total paranoid“.

Vielleicht. Vielleicht aber bin ich einem kleinen Geldwäschejob entgangen, bei dem ich hinterher schwerlich hätte erklären können, woher Geld auf mein Konto kam, und wohin es gegangen ist…

Verlockungen sind ganz hübsch im Kino. Da gehören sie auch hin.

Bei dieser Art Verlockung muß es sich um eine ausreichende Gewinnspanne handeln. Andernfalls riskiert man nix. Besser, schätzungsweise.

Zivilcourage? – unerwünscht.

Mai 4, 2010

Der 1. Mai – und raus geht es auf die Straßen.

Das gilt nicht nur für Demokraten, nein, auch die Nazis machen das ganz gern. Schon früher, wenn sie mit Fackelzügen die allgemeine Dunkelheit zu erhellen versuchten, oder bei vergleichbaren Gelegenheiten. Immerhin, man darf nicht vergessen, es gab auch Schwarze bei den Olympischen Spielen in Deutschland. Im Olympia-Film habe ich das ganz eindeutig gesehen…

Allerdings sollte man wohl heute als Schwarzer oder sonstwie undeutsch auffallender Mensch eher nicht in die nazideutsche Jubelmenge eintauchen, es sei denn, man ist tatsächlich Olympiasieger oder wenigstens berühmter Fußballstar. Selbst dann könnt´s schiefgehen…

Zivilcourage? Das ist immer so eine Sache. Da hat ein Politiker namens Thierse sich mit Nichtpolitikern, also Privatpersonen ohne juristische Immunität, an einer Sitzblockade beteiligt, die den zivilen Protest gegen diese Nazitypen zum Ausdruck bringen sollte.

Hier kann man das z.B. nachlesen

http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/heftige-kritik-an-blockierse-thierse/

Nun denkt die Polizeigewerkschaft, namentlich ihr Vorsitzender Wendt, darüber öffentlichkeitswirksam nach, ob und wie dies ein Rechtsverstoß war.

Ich persönlich bin ja begeistert von so viel Initiative einer Gewerkschaft. Bisher war mir noch nicht bewußt, daß eine Gewerkschaft sich auch auf diesem Gebiet betätigt. Das ist genaugenommen bewundernswert, denn es kann die juristischen Organe entlasten.

Im grunde brauchen wir dann keine Gerichtsbarkeit mehr. Die Polizeigewerkschaft kann das alles sicherlich auch, und noch viel besser. So ganz neu ist die Idee zwar nicht, das gab es sehr wohl schon in Deutschen Landen, daß die polizeiartig Tätigen und die Polizeibeamten gemeinsam völlig frei entschieden, Strafmaß festlegten, und auch gleich durchführten.

Anderswo hat man dafür weniger nette Bezeichnungen, aber das muß uns Deutsche ja nicht stören. Wir waren schon immer selbstbewußter. Nicht wahr?

Zurück zu Herrn Thierse. Er hat persönlichen Mut bewiesen.

Warten wir es ab, was aus der Zivilcourage wird, und ob sie uns noch gestattet sei, hier und jetzt in Deutschland.

Wie der Polizei-Gewerkschafts-Chef das sieht, haben wir schon verstanden. Aber ob das auch juristisch so zu sehen ist, muß sich erst zeigen.

Neugierig bin ich da schon.

Hartz4-Totalreform?

Januar 8, 2010

Rüttgers, der gute Mensch von Sezuan, will Hartz4 reformieren.

Hier nachlesbar

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,670731,00.html

Feine Sache das, wenn es dafür sorgt, daß Menschen sich nicht mehr als Nutzlose vor dem TV zum geistigen Winterschlaf platzieren. Gute Idee auch, daß sie mehr dazuverdienen dürfen sollen. Wer weiß, vielleicht würde es den einen oder anderen – prinzipiell eher ehrlich strukturierten – Menschen zu weniger Schwarzarbeit verführen.

Obwohl es eher eine Sache der Chefs ist, ob sie bereit sind, jemanden wahrhaftig für seine Leistungen zu entlöhnen, auch nebenkostenmäßig…

Aber warten wir es einfach ab.

Möchte jemand Prognosen abgeben?

Ich tippe ja darauf: der Name wird geändert, die Daumenschrauben eine Runde weitergedreht (man mache sich frisch…) und sonst… sonst…

Nun ja. Eine Umbenennung ist doch auch schon eine Reform, nicht wahr?

Indirekte Hinrichtungen in deutscher Justiz

Dezember 7, 2009

Hinrichtungen sind hierzulande nicht mehr zulässig.

Doch wie sieht es damit aus, wenn man einen Menschen sich selbst töten läßt, indem man ihn ausreichend unter Druck setzt?

Es ist wahr, die Leute sind verschieden, und so mag es welche geben, die mehr Druck aushalten – und gar nicht daran denken, sich selbst zu töten. Es gibt aber auch Menschen, die schon durch geringeren Druck und ausreichende Hoffnungslosigkeit sowie ein wenig Mangelzustand, in den sie versetzt werden, die Zuversicht verlieren.

Dabei ist es gesetzlich garantierte Pflicht der Justizorgane, in einem so überschaubar konzipierten Areal wie einem Gefängnis jegliche Fremd- oder Selbsttötungen zu verhindern. Oder ist das vielleicht die neue Sparpolitik der Justiz?

Nachzulesen ist hier, wie der Besitz, der Konsum und der Weiterverkauf von Hanfprodukten zum Kostensparen innerhalb der deutschen Justiz führen kann. Mit beiläufig festgestelltem Tod des kriminellen Hanfrauchers.

http://www.sueddeutsche.de/,ra13m1/bayern/406/496718/text/

Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, diesen Spargedanken auszuweiten. Juristische Begründngen sollten zu finden sein. Anzufangen wäre mit den legalen Drogen, die Idee ließe sich jedoch beliebig ausweiten.

Der Staat geht goldenen Zeiten entgegen, und einige Branchen werden verdienstvoll dafür bereitstehen.

Diese Deutschen…

November 27, 2009

Dabei geht es eigentlich um einen… hmmm…. gebürtigen Holländer. Die holländische Regierung hat dazu allerdings eine eindeutige Haltung.

Die deutsche Justiz ebenso. In ungleicher Art.

Ein aufstrebender junger Mann, könnte man sagen, sei dieser Herr Klaas F. einst gewesen.Von den geringen Möglichkeiten in seiner Heimat enttäuscht, wandte er sich anderen Zukunftschancen zu.

Das ist an sich nicht verwerflich. Und zu seiner Zeit haben das auch viele getan. Die Frage, die sich dabei stellt, ist jedoch: nur weil es viele taten, war es richtig? Legitimation per Mehrheit, als demokratischer Vorgang?

Bitte nicht mißverstehen. Bei allen ungelösten Problemen, die die Demokratie mit sich bringt, so ist sie doch das Einzige, das wir haben, um wenigstens einigermaßen Gerechtigkeit zu finden. Und auch diese nicht immer, wie man sehen kann.

In diesem Artikel ist der Werdegang und die Schonung des Herrn Klaas F. nachzulesen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,663459,00.html

Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber man muß mit ihren Folgewirkungen zurechtkommen.

In diesem Falle von SS-Kriegsverbrechertum haben sich die Deutschen und ihre Justiz wieder einmal nicht gerade als erfolgreich gezeigt.

Eine Strafvereitelung durch eine unwillige Staatsanwaltschaft – heute, nicht in den braven 50er deutschen Wirtschaftswunderjahren – zeigt, wes Geistes Kind man ist.

Bravo! Wir Deutschen zeigen der Welt einmal mehr, was man von uns zu erwarten hat. Nicht die Tünche macht die Kultur, sondern der Bodensatz zeigt uns die Wahrheit.

Es muß also immer mal wieder gewarnt werden.

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch…

Oh, Baby, Baby…

November 26, 2009

Eine nicht ganz neue Geschichte. Schon Moses soll in einem Körbchen den Nil heruntergeschwommen sein, und eine Pharaonentochter erbarmte sich seiner und rettete ihm das Leben und gab ihm eine Zukunft…

So sagt es die Legende.

Einige deutsche Vereine haben im Verbund mit religiösen Honoratioren diesen schönen Brauch wiederbelebt, vor ungefähr 10 Jahren. Das nannte sich Babyklappe und sollte „verzweifelten jungen Frauen die Möglichkeit geben, ihr Kind am Leben zu halten“, äh, am Leben zu lassen.

Der Gedanke dahinter war, wenn eine sich schon anknallen ließ, und dann auch noch schwanger wurde, und das Kind aus allen möglichen Gründen nicht behalten könnte, würde sie es sicher umbringen. Man hört ja ab und zu solche Horrorstories, Babys in Tiefkühltruhen oder einbetoniert in Blumenkübeln und was dergleichen schöne Ablageorte noch wären.

Aus diesen Fällen leitete man ab, daß eine Babyklappe, bei der das Kind heimlich abgelegt werden kann, denn die Kirchentreppen sind heuer doch etwas zu gut beobachtet, diesen Kindern das Leben retten könnte.

Inzwischen, ich erwähnte es schon, gibts die Babyklappen schon seit etwa 10 Jahren. Daß sie im rechtsfreien Raum operieren, hat bisher auch nicht weiter gestört. Und ich neige auch eher zu der Ansicht, daß die Horrorstories von Tiefkühltruhen oder Blumenkübeln nicht seltener geworden sind.

Aber da müssen sich schon Fachleute drum kümmern. Ich kann nur vermuten, daß die Klappen also ihren Job so gar nicht richtig erfolgreich tun.

Andererseits hat heute eine Mutter das Recht, ihr Kind zur Adoption abzugeben, wenn sie es nicht selbst aufziehen kann oder mag. Das darf sie sich nach der Geburt auch noch mal 8 Wochen überlegen. Eine Einwilligungserklärung ist nämlich erst nach diesen ersten 8 Wochen nach der Geburt rechtsgültig abzugeben. Vermutlich will der Gesetzgeber dem Umstand Rechnung tragen, daß eine Frau kurz nach einer Geburt seelisch etwas aufgewühlt ist. Ich habe mir allerdings sagen lassen, daß es auch Väter gibt, die es emotional aufwühlt, ein Kind zu bekommen…

Nun denn, es gibt seit Bestehen der Babyklappen kritische Stimmen GEGEN diese Klappen. Mittlerweile hat sich der Ethikrat damit befaßt und eine Empfehlung dazu abgegeben: http://www.welt.de/politik/deutschland/article5334945/Ethikrat-empfiehlt-Schliessung-von-Babyklappen.html

Darauf melden sich massiv Stimme zu Wort, die sich sehr FÜR die Fortführung der Babyklappen stark machen. Sehen wir uns das etwas genauer an. Es sind bekannte Herren der Religionsfraktion, denen allerdings von ihren eigenen Fachfrauen widersprochen wird, nachzulesen im angegebenen Artikel. Eine Bischöfin wird diesbezüglich für die Herrenriege zitiert, aber halten wir ihr mal zugute, daß sie nicht so genau durchschaut, worum es da geht.

Eine anonyme Geburt ist in Deutschland offiziell derzeit nicht möglich. Das hat gute Gründe, denn einerseits hat das Kind das Recht zu erfahren, von wem es abstammt. Andererseits würde anonyme Geburt bedeuten, die liebe Mama trägt die Kosten sofort und bar, oder sie hat hierfür sofort einen solventen Geldgeber. Die Krankenkasse jedenfalls kann den Klinikaufenthalt nicht finanzieren, wenn´s ANONYM geschieht. Kann sie das nämlich, weiß sie, für welche Versicherte sie zahlt…

Das bedeutet aber ebenso, daß die Schwangere ohne jegliche Unterstützung und Hilfe durch die Geburt hindurch muß. Sieht so aus, als wäre das natürlich unbedeutend. Kleinigkeit?

Dies also ist ein Problem. Das nächste Problem ist natürlich, daß in der Babyklappe abgelegte Kinder tatsächlich anonyme Kinder sind, also unbekannte Kinder.

Wer könnte ein Interesse daran haben, ein Kind völlig anonym bleiben zu lassen? Weniger die Mutter, die zu einer Adoptionsfreigabe bereit ist – vielleicht ein unwilliger Vater? Offensichtlich wissen die Herren Kirchenoberen recht gut, was die eigentliche Ursache für die Babyklappe ist… der anonym zu bleiben wünschende Kindeserzeuger.

Da die Kinder anonym sind, ist auch jeglicher Willkür und kriminellen Handlungen einiges an Möglichkeiten zugewachsen. Der Inzest-Täter ist sicherlich ebenso angetan von den Möglichkeiten wie der Zuhälter, der sein Pferdchen disziplinieren, erpressen oder einfach fertig machen will.

Über Folgeprobleme, die sich noch für unregistrierte Kinder und kriminell interessierte Beteiligte ergeben könnten, möchte ich gar nicht spekulieren.

Wo ein Markt existiert, finden sich früher oder später auch Anbieter. Und auch Gesetze hindern daran nicht unbedingt.