Posts Tagged ‘Justiz’

Es geht um Folter!

Januar 24, 2012

Bitte lest die Original-Beitrage hier
https://adamlauks.wordpress.com/2012/01/20/deutscher-bundestag-petitionsausschuss-wir-wollen-beim-thema-bleiben-folter-in-er-ddr-haft-19821985-stve-berlin-leipzig-waldheim/

und hier
https://adamlauks.wordpress.com/2012/01/21/40-jahre-uneingeschrankten-macht-der-staszis-in-der-ddr-machten-machtsuchtig-die-stazis-und-im%C2%B4s-von-fruher-konnen-dieser-sucht-nicht-abschworen/

Momper trifft Folteropfer aus seiner eigenen Stadt

August 10, 2011

Gastbeitrag von A. Lauks
originaler Artikel hier abrufbar (mit Bild)
https://adamlauks.wordpress.com/2011/08/10/begegnung-mit-walter-momper-am-6-4-2011-im-abgeordnettenhaus-von-berlin/

Begegnung mit Walter Momper am 6.4.2011 im Abgeordnetenhaus von Berlin

Sehr geehrter Herr Momper !

Nach der mir nichtsgebenden Vorstellung der Staatssicherheiten hatte ich die Gelegenheit Ihnen die Hand zu drücken. Als ich mich Ihnen vorstellte mit : „Adam Lauks – Folteropfer der Staatssicherheit “ beugten Sie sich zu mir rüber: “ Was sind Sie !???“ Sie gaben mir Ihr Autogramm auf die Einladung und blieben stehen. Ich hatte nicht mal ein Beweis den ich Ihnen hätte gerne übergeben, die restlichen unverteilten hatte man mir beim Einlass weggenommen.
Es sind Monate vergangen seit unserer kurzen Begegnung, ich hatte oft an Sie zurückdenken müssen. Ich schreibe Ihnen heute in diesem Blog aus tiefstem inneren Bedürfnis, ihnen die Erklärung nachzureichen, weil Sie nach meiner Vorstellung verdutzt da standen.
ja Herr Präsident des Abgeordneten Hauses von Berlin, Sie haben damals „Für Adam Lauks alles Gute !“ mirgewünscht und in Ihrem Händedruch fühlte ich Ihre Fragen.
Heute gebe ich Ihnen zur Kenntnis, das ich meine Suche nach Gerechtigkeit nach 30 Jahren fast eingestellt habe und die Last dieser Suche in persönlicher Email an jeden einzelnen Mitglied des Rechtsausschusses sowie des Ausschusses für Menschenrechte des Deutschen Bundestages übertragen hatte, um mich meinem in Angrioff genommennen Lebenswerk vollends mich widmen zu können.
Bis heute hatte sich keiner der angeschriebenen Mitglieder zu einer Antwort an das ungesühnte Folteropfer – ohne amtlichen Status – herabgelassen.
In diesem Brief halte ich Sie auch nicht um Unterstützung oder um sich für mich zu verwenden; es geht lediglich um Zurkenntnisnahme Ihrerseits, damit Sie wissen als Präsident des Abgeordnetenhauses dass in Ihrer Stadt ein ungesühntes Folteropfer lebt und seine Foterer als unbescholtene Bürger der selben Stadt mit meinem Blut an ihren Händen rumlaufen.
Dies schreibe ich Ihnen nach dem ich vernommen hatte das ein Kindsmörder, eine Bestie 300ß0 Euro vom Gericht zugesprochen bekommen hatte, wegen ihm NUR angedrohten Folter zwecks Erpressung eines Geständnisses.
Wenn mman weiß: JURA NOVIT CURIA – Das Gericht kennt die Rechtsätze ! wird vielleicht Ihnen hiermit deutlich geworden sein in was für Dauerretraumatisierung ich mein Dasein friste. Die Frage : Was bin ich dann eigentlich!?? das man sich an meine Folter nicht wagen will, im Gegenteil man sich bemüht die Folterung, als ungeschehen unters Teppich zu kehren !!? Dafür ist die Ablehnung und Formulierung der Ablehnung vom 28.4.11 durch Oberstaatsanwalt Reichelt mehr als Genug.
Durch meine Recherche über Ihn sind bei mir Zweifel aufgekommen über die „Stasifreundlichkeit“ die aus der Zeit kommen als er noch Staatsanwalt war. Vielleicht ist mein Schreiben am den Rechtsausschuss des Bundestages Grund dafür gewesen das er trotz, vorher schon am zweiten Tag der Zuteilung des AZ eingestellten Verfahren, nachträglich eine Begründung des Hochschullehrers, nachverlangt (!?).
Die Begründung der Strafanzeige und Strafantrages ist ihm am 15.7.11 nun als Widerspruch eingegangen und ich warte auf die Antwort des Generalstaatsanwalts auf die Beschwehrde die Professor Dr. Jörg Arnold vom Max-Planck-Institut eingeschickt hatte, wonach er vor der Veröffentlichung seines Schreibens umgehend das Mandat niedergelegt hatte. Es fällt einem sehr schwer alles zu verstehen besonders wenn man weiß das Das Gericht die Rechtsätze kennt und die Folter in reinster Urform ungeahndet läst!
Alles Gute für Sie persönlich und für unser Land in diesen aufziehenden Kriesenzeiten
Adam Lauks
Folteropfer der STASI
und
Presseopfer des ASV/ BILD
und
Zeitzeuge der HSH

->>> weitere und ausführlichere Informationen sind unter Adams Blog abrufbar, dazu bitte den folgenden Link nutzen:

https://adamlauks.wordpress.com/

Rechtsstaatliche Gewalt

Mai 19, 2011

An den
Deutschen Bundestag
Rechtsausschuss

OFFENE EMAILNACHRICHT

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Siegfried Kauder !
Sehr geehrte Mitglieder des Rechtsausschusses !

„Nach Ansicht des Rechtsausschussvorsitzenden im Bundestag, Siegfried Kauder (CDU), ist das Verfahren ein Prüfstein für das weltweite Ansehen Deutschlands. „Die ganze Welt wird auf diesen Prozess ein Augenmerk richten und wird genau kontrollieren, wie Deutschland mit solchen Thematiken umgeht.“

Es bot sich an diesen Zitat zu übernehmen und auf die bis jetzt ungesühnte Folter der Bediensteten des Strafvollzugs Berlin Rummelsburg 1984/1985 des Hauses 6 unter Mitwisserschaft und Duldung des Leiters der MED-Stelle im Haus 8 Oberstleutnant Dr. Zels – IM Nagel – letzter Leibarzt von Erich Mielke und Haftarzt von Erich Honecker.
Im Anhang sind die Beweise für die Folter und Gewaltanwendung- es gibt noch weitere Beweise- die erst, dank dem Sächsischen Staatsschutz- Refferat Datenschutzbeauftragter sich erst seit 28.4.2010 in meinem Besitz befinden. Bis dahin wurden die in der JVA Leipzig von der Leitenden Ärztin verleumdet und versteckt gehalten.
Meine Erste Strafanzeige diesbezüglich reichte ich bei der ZERV am 30.4.1992 ein in schriftlicher Form- ohne jäglichen Beweis in der Hand zu haben.
Am 5,5 Jahren am 3.9.1997 erreichte mich die Einstellung des Verfahrens durch den Staatsanwalt Lorke. Selbstverständlich wiesen die Beschuldigten den Vorwurf von sich(Aussage gegen Aussage) Verfahren wurde erst nach der Bezeugung des Dr.Zels… sein Haus 8(Medstelle) ist von dem Haus 6 100m Luftlinie entfernt wo in der Zelle 038 gefoltert wurde. Obwohl nach der massiven Gewaltanwendung und Dr. Zels geholt wurde diue Schnittwunde zu versorgen, fehlt auf der Rückseite seine Genehmigung für die Durchführung dieser, auch laut dem Strafvollzughsgesetz der DDR, illegalen Sicherungsmaßnahme. Ich erstattete am 11.4.2011 am Amtsgericht erneute Strafanzeige und stellte einen Strafantrag wegen Folter Köroerverletzung und allen rechtlichen Gründen, erhielt am 26.4.2011 eine Geschäftsnummer und zwei Tage später am 28.4.2011 Einstellung des Ermittlungsverfahrens unter 272 Js 2215/11.

Mehr als die Begründung der Einstellung des Ermittlungsverfahren durch Verjährung verletzte mich und retraumatisierte mich sehr die Bagatelisierung und Vertuschung, Klitterung und Verharmlosung der unwiderlegbar bewiesenen Folter : “ Wegen Körperverletzung u.a. “ durch den Staatsanwalt Zieper. Mir ist das Problem das die Justitz mit dieser Folter in Urform hat sehr wohl bekannt, nämlich das im Strafgesetzbuch unseres Rechtsstaates kein Paragraph diese Folter(Lärmfolter,Kältefolter,Toilettefolter und Säurefolter waren inbegriffen) ahnden würde, da es sich weder um eine Körperverletzung aus einer Folter hervorgegangen noch um Androhung einer Folter zwecks Erpressung eines Geständnisses handelt – die strafbar sind. Es verletzt mich zutiefst und enttäuscht unermäßlich das Land meiner Urahnen und meine Wahlheimat die NUN ENDLICH gebotene Chance nicht nutzt um ein Urteil zu sprechen, damit den Ewiggestrigen, Feinden unseres Systems die Folter in der StVE der DDR als bewiesene Kategorie in die Geschichte der DDR Exekutive, die Geschichte des MfS und letztendlich der SED-Diktatur aufgenommen werden kann, ohne das künftig die Ewiggestrigen und Hauptamtlichen Generäle a.D. den Rechtsstaat auslachend, und triumphierend nach einem Urteil für Folter rufen. Mit dieser Offenen Email lege ich die Angelegenheit der erlittenen Folter in Euere Hände, überlasse es Euerem Gewissen.
Mein Prozess in der DDR ist eine Rechtsbeugung gewesen, und wurde auf keiner rechtsstaatlicher Grundlage geführt. Meine drakonische Strafe wurde aus dem benannten Grunde NICHT in das Zentralregister der Bundesrepublik übernommen, trotzdem hat sich die Justitz allen meinen Anträgen auf Rehabilitierung oder Teilrehabilitierung verschlossen und alle meine erneuten Anträge auch mit neuen Erkenntnissen und Beweisen abgelehnt ohne die zitierten oder beigelegte Akten auch sich angeschaut zu haben. So Richter Rosenthal bei seinem unortodoxen Anruf bei mir zu Hause um 18.30…

„Nach Ansicht des Rechtsausschussvorsitzenden im Bundestag, Siegfried Kauder (CDU), ist das Verfahren ein Prüfstein für das weltweite Ansehen Deutschlands. „Die ganze Welt wird auf diesen Prozess ein Augenmerk richten und wird genau kontrollieren, wie Deutschland mit solchen Thematiken umgeht.“ Vielleicht wird mein Prozess auch eine Wertung bekommen, welche es sein wird ist dem Bundestag und seinem Rechtsausschuß überlassen.

Mit freundlichen Grüßen
mit kein Deut Hoffnung in die Gerechtigkeit

Folteropfer der STASI
und
Presseopfer des ASV/BILD

Bürger der Bundesrepublik Deutschland
Adam Lauks

(homepage: http://adamlauks.wordpress.com )

Runder Tisch sexueller Kindesmißbrauch – ohne die Betroffenen?

November 29, 2010
Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB,

hiermit möchten wir Sie auf unsere geplante Aktion von netzwerkB am
1.12.2010 in Berlin aufmerksam machen.

Pressemitteilung

Ihr Runder Tisch ohne Betroffene ist ein Irrweg!

Seit über einem halben Jahr tagt der „Runde Tisch Sexueller
Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und
öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“. Doch bis heute
schließt er die Betroffenen von sexualisierter Gewalt aus.

Stattdessen zeigt die Zusammensetzung des Runden Tisches – von einigen
wenigen Vertretern von Opferhilfeverbänden abgesehen – eine klare Dominanz
gerade der Organisationen, Arbeitgeber- und Berufsverbände, in deren Reihen
zahlreiche Täter zu finden sind.

Beispielhaft sei hier nur die Katholische Kirche genannt, in deren Reihen
unzählige Fälle sexualisierter Gewalt vorgekommen und jahre- oder gar
jahrzehntelang vertuscht wurden. Mit welchem Recht sitzen Vertreter einer
Organisation, deren Interesse bislang ausschließlich der Täterschutz war,
am Runden Tisch, während diejenigen, denen durch diese Vertuschung
unsägliches Leid widerfahren ist, davon ausgeschlossen werden?

Dieselbe Frage darf in Richtung aller derjenigen Organisationen,
Arbeitgeber- und Berufsverbände gestellt werden, denen das Thema
sexualisierte Gewalt an Kindern seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bekannt
ist, die aber bislang ebenfalls geschwiegen haben. Mit welchem Recht sitzen
Vertreter von Organisationen, die durch ihr Wegsehen und Schweigen das Leid
vieler Betroffener verlängert haben, am Runden Tisch, während Betroffene
ausgeschlossen bleiben?

Nicht nur Betroffene stellen diese Fragen. Längst wird dieses
Missverhältnis auch bei einigen Teilnehmern des Runden Tisches als
skandalös wahrgenommen. Daran ändert auch eine einmalige Anhörung von
einigen wenigen handverlesenen Betroffenen nichts. Angesichts des
offensichtlichen Missverhältnisses am Runden Tisch muss dies als eine
Maßnahme zur Wahrung des Scheins verstanden werden.

Festzuhalten ist: Am Runden Tisch treffen viele derjenigen zusammen, die
schon bislang wenig Interesse für die Belange der Betroffenen gezeigt
haben. Denen bislang vor allem der Schutz der Täter bzw. der Institution am
Herzen lag.

Dagegen darf offensichtlich die Perspektive, die Erfahrung und die
Expertise der Betroffenen nicht in die Beratungen des Runden Tisches
einfließen.

Jedes Ergebnis, jeder Beschluss eines so einseitig besetzten Runden Tisches
steht damit von Anfang an unter dem Verdacht des weiteren Täterschutzes,
bzw. des Schutzes der jeweiligen Institution. Ohne gleichberechtigte
Partizipation der Betroffenen entbehren sämtliche Äußerungen zu guten
Intentionen, Prävention und geplanten Veränderungen der soliden Basis und
somit jeglicher fachlicher und demokratischer Legitimität.

NetzwerkB fordert die Änderung der strukturellen personellen
Zusammensetzung des Runden Tisches, so dass Betroffene im gleichen
Beteiligungsverhältnis wie Nicht-Betroffene am Tisch sitzen. Nur so können
überzeugende und ernstzunehmende Reformvorschläge zum Schutz vor
sexualisierter Gewalt an Kindern erarbeitet werden.

Für Journalisten-Rückfragen steht netzwerkB am 1.12.2010 von 15:00 bis
18:00 Uhr vor dem HUMBOLDT CARRÉ, Behrenstraße 42, 10117 Berlin, zur
Verfügung.


netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine
unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener
ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und
Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für
konkrete Veränderungen stark machen.

netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten
weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website
(www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.

Für Journalisten-Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Nobert Denef, Vorsitzender
Telefon: +49 (0)4503 892782
Mobil: +49 (0)163 1625091


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Um sich aus der Liste auszutragen, besuchen Sie
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Früh übt sich…. Mobbing 1

November 10, 2010

Mobbing gibt es überall. Es gehört so zum normalen Erscheinungsbild, daß es oft kein bißchen auffällt. Es wird für normales Sozialverhalten gehalten – und natürlich schwingt da schon die Frage mit, „Was ist überhaupt normal?“.

Um diese Frage geht es hier nicht. Mobbing ist eine ernste Angelegenheit, und früh übt sich, was „normales“ Verhalten sein soll.

Beispielhaft soll dieser Artikel sich mit den Verhaltensweisen und den Möglichkeiten, damit umzugehen, auseinandersetzen: http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/psychoterror/mobbing-rollenspiele-staerken-taeter_aid_569957.html

Wer diesen Artikel liest, findet gute Ansätze. Schüler sind während des Schulbesuches der elterlichen Aufsicht entgangen, und folglich obliegt die Aufsichtspflicht den Pädagogen.

Auch wenn es heutzutage aus verschiedenen Gründen „in“ ist, sich als Pädagoge auf „Stoffvermittlung“ zu beschränken (ein weiteres diskussionsfähiges Thema), so haben sie doch gewisse pädagogische Pflichten, die für die Erhaltung der physischen – jedoch auch der psychischen – Gesundheit ihrer Zöglinge sorgen sollen.

Auf verschiedene Techniken zum Erkennen und zum Umgehen mit Mobbing soll hier nicht weiter eingegangen werden, nur auf die basale Pflicht der Verantwortlichen – der Pädagogen.

In einer hierarchischen Struktur, wie es die Sozialstruktur sozialer Lebewesen erfordert, gibt es ranghohe Individuen, die die Verpflichtung haben, für sozial sinnvolles Klima zu sorgen. Stellen sie sich ihrer Pflicht nicht, so entsteht an dieser Stelle ein Vakuum. Interessierte Individuen, die mit verschiedensten Eigeninteressen ausgestattet sind, nutzen dieses Verantwortungsvakuum und füllen es mit eigenen Initiativen aus.

Oder klar auf deutsch gesagt: Scheren sich die Chefs nicht, so nutzt der machtinteressierte Schüler die Chance, sich sein Mütchen zu kühlen – an zumeist Schwächeren.

In diesem Sinne – Ring frei.

Justiziabel ist die Aufsichtspflichtsverletzung in jedem Fall. Mobbingopfer müssen das nur erst einmal erkennen. Dann besteht die Chance zur Veränderung.

Leben auf Kosten anderer?

Oktober 31, 2010

Da läßt sich mal wieder ein Honorarprofessor in der Zeitung zitieren. Mit dem sagenhaften Schlüsselsatz, „Ein seltsames Recht, auf Kosten anderer zu leben“.

Im Artikel wird das dann noch weiter aufgeschlüsselt, hier nachzulesen:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10635485/Ein-seltsames-Recht-auf-Kosten-anderer-zu-leben.html

Ihm geht es dabei nicht etwa um unmündige Kinder, die stets auf Kosten anderer leben. Auch nicht um Betriebsinhaber, Spekulanten oder Bezieher eines Einkommens mehr oder weniger dubiosen Ursprungs. Dabei hätte er gut fündig werde können bei der Suche nach Leuten mit Einkommen, die nicht durch Arbeit erworben wurden.

Denn inzwischen spricht es sich ja doch schon etwas herum, „durch ehrliche Arbeit wirst du nicht reich…“.

Wohl wahr. Da ist was dran.

Worum also ging es dem Herrn Honorarprofessor? Es ging ihm um die Arbeitslosen. Die mögen sich doch gefälligst mal drum kümmern, nicht von Stütze abhängig zu sein oder zu bleiben. Die sollen doch mal versuchen, sich selbst zu ernähren, und nicht immer andere für sie bezahlen zu lassen.

Möglicherweise meinte er sogar, man soll sein Leben, so es nur auf Kosten anderer zu führen sei, nicht unbedingt verlängern oder überhaupt auf Fortführung desselbigen zu bestehen?

Falls es dies nicht ist, was er meint, muß es etwas anderes sein. In einer Welt, in der es zu wenige bezahlte Arbeitsplätze gibt, in der zu viele Leute sich auf eine einzige Stelle bewerben, in der Chefs und Personalchefs entscheiden, wer den Job machen darf – und Pech hat, wer eben nicht – bleibt nur noch die kriminelle Einkunftsart.

Der Herr Honorarprofessor ruft hier also öffentlich dazu auf, daß Arbeitslose gefälligst kriminellen Erwerbsmöglichkeiten nachgehen sollen.

Dieses, Herr Professor, ist öffentliches Verleiten zur Kriminalität. Ich persönlich kann mir nicht recht vorstellen, daß das unter das Meinungsfreiheitsgesetz fällt.

Findet sich eventuell ein Jurist, der Auskunft dazu geben kann?

Zivilcourage? – unerwünscht.

Mai 4, 2010

Der 1. Mai – und raus geht es auf die Straßen.

Das gilt nicht nur für Demokraten, nein, auch die Nazis machen das ganz gern. Schon früher, wenn sie mit Fackelzügen die allgemeine Dunkelheit zu erhellen versuchten, oder bei vergleichbaren Gelegenheiten. Immerhin, man darf nicht vergessen, es gab auch Schwarze bei den Olympischen Spielen in Deutschland. Im Olympia-Film habe ich das ganz eindeutig gesehen…

Allerdings sollte man wohl heute als Schwarzer oder sonstwie undeutsch auffallender Mensch eher nicht in die nazideutsche Jubelmenge eintauchen, es sei denn, man ist tatsächlich Olympiasieger oder wenigstens berühmter Fußballstar. Selbst dann könnt´s schiefgehen…

Zivilcourage? Das ist immer so eine Sache. Da hat ein Politiker namens Thierse sich mit Nichtpolitikern, also Privatpersonen ohne juristische Immunität, an einer Sitzblockade beteiligt, die den zivilen Protest gegen diese Nazitypen zum Ausdruck bringen sollte.

Hier kann man das z.B. nachlesen

http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/heftige-kritik-an-blockierse-thierse/

Nun denkt die Polizeigewerkschaft, namentlich ihr Vorsitzender Wendt, darüber öffentlichkeitswirksam nach, ob und wie dies ein Rechtsverstoß war.

Ich persönlich bin ja begeistert von so viel Initiative einer Gewerkschaft. Bisher war mir noch nicht bewußt, daß eine Gewerkschaft sich auch auf diesem Gebiet betätigt. Das ist genaugenommen bewundernswert, denn es kann die juristischen Organe entlasten.

Im grunde brauchen wir dann keine Gerichtsbarkeit mehr. Die Polizeigewerkschaft kann das alles sicherlich auch, und noch viel besser. So ganz neu ist die Idee zwar nicht, das gab es sehr wohl schon in Deutschen Landen, daß die polizeiartig Tätigen und die Polizeibeamten gemeinsam völlig frei entschieden, Strafmaß festlegten, und auch gleich durchführten.

Anderswo hat man dafür weniger nette Bezeichnungen, aber das muß uns Deutsche ja nicht stören. Wir waren schon immer selbstbewußter. Nicht wahr?

Zurück zu Herrn Thierse. Er hat persönlichen Mut bewiesen.

Warten wir es ab, was aus der Zivilcourage wird, und ob sie uns noch gestattet sei, hier und jetzt in Deutschland.

Wie der Polizei-Gewerkschafts-Chef das sieht, haben wir schon verstanden. Aber ob das auch juristisch so zu sehen ist, muß sich erst zeigen.

Neugierig bin ich da schon.

Sexualstraftäter bleibt auf freiem Fuß – rechtsstaatlich abgesegnet

Januar 13, 2010

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/politik/728/500000/text/

Ein aus der Haft entlassener, einst verurteilter Sexualstraftäter, darf nicht in rückwirkende Sicherheitsverwahrung genommen werden. Das deutsche Rechtssystem hat zwar vor einigen Jahren die Sicherheitsverwahrung eingeführt, um künftigen möglichen Opfern einen größtmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Das bedeutet, ein erklärtermaßen gefährlicher Krimineller, der mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere entsprechende Täten begehen würde, muß in Verwahrung bleiben, um ihn daran zu hindern, weitere Menschen zum Opfer zu machen.

In diesem Fall geht das nicht, obwohl die Beteiligten sich einig sind, daß der Entlassene gefährlich ist. Er selbst hat daran wohl auch keine größeren Zweifel aufkommen lassen.

Die deutsche Justiz gibt nämlich eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung nicht her. Das bedeutet für jedes weitere Opfer nichts anderes als: „Pech gehabt, die Justiz hat kräftig gepennt…“

Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt. Nicht nur im Hinblick auf künftige Opfer eines bekannten Sexualstraftäters.

Auch in der Frage, wie das mit den deutschen Gesetzen so weitergeht…

Polizist müßte man sein!

Dezember 21, 2009

Oder wenigstens Polizist in Bayern.

Da hatte die Polizei einen mit einem Messer bewaffneten, möglicherweise psychisch kranken, jungen Mann befriedet. Mit 12 Treffern, einer davon direkt im Herzen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/tennessee-eisenberg-keine-anklage-gegen-polizisten_aid_465077.html

Noch immer ist nicht so genau bekannt, was wirklich passiert war. Bekannt ist allerdings die offizielle Version der Polizei: daß der Student mit dem Messer gedroht hätte, daß er heldenmäßig durch behördlichen Pfefferspray und durch Schlagstock-Attacken hindurch ging.

Zuletzt hab ich das im Fernsehen gesehen, da wußte ich aber, daß es Tricks sind. Nicht umsonst nennt man sowas „Film“, nicht Dokumentation.

Er überwand also polizeiliche Beeinflussung, um – so die Darstellung – Polizisten zu gefährden, bei Leib und Leben. Ganz klar, daß die Polizisten draufhalten mußten.

Inzwischen ist das Verfahren gegen die Polizisten erst einmal vom Tisch. Wo kämen wir hin, wenn unsere Ordnungshüter wegen solcher Lappalien belangt würden.

Ja, Polizist müßte man sein. Dann bleibt die Welt auch nach einem behördlichen Ausprobieren der Bleispritze in Ordnung. Ein Student mehr oder weniger…. Studenten freut euch  drüber, es ist ein Platz frei im Hörsaal.

Und die Justiz sorgt allemal für gewissenhafte Ruhe.

Der Papst entschuldigt sich

Dezember 12, 2009

Von dieser skandalösen alten Geschichte hat inzwischen jeder gehört: Priester haben sich an Minderjährigen vergriffen, in Irland. Vielleicht auch anderswo.

Man hört ja immer mal so Sachen. Dann gibt es entweder ein schnelles Dementi, und/oder eine kleine Einschüchterung der Betroffenen, vielleicht eine nette Personalveränderung. Der Täter wird bei bleibendem (möglicherweise aufgestocktem) Salär versetzt. An eine ähnlich hübsche Stelle, die ihm seine harmlosen Hobbies gestattet.

Nun ist ein Umdenken eingetreten. DER PAPST ENTSCHULDIGTE SICH! Nachzulesen ist das hier http://www.focus.de/politik/ausland/irland-papst-empoert-ueber-paedophile-priester_aid_462346.html

Ja, er hat sich ganz empört geäußert. Er war betrübt und bestürzt.

Damit sind die Opfer nun geheilt geholfen geehrt.

Ist es das, was ein Oberhaupt einer Weltreligion unter Gerechtigkeit versteht? Oder geht es nicht um Gerechtigkeit?

Die päpstliche Idee, zukünftig solche Exzesse zu verhindern, ist eine lobenswerte. Sie kommt ungefähr zweitausend Jahre zu spät. Jedoch, die Wahrheit ist – besser spät als nie.

Die Opfer dürfen derweil noch immer auf ihre Gerechtigkeit warten. Die päpstliche Justiz spendet Segen. Der Scheiterhaufen war immer nur für andere da.